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Interview: Marc Traubel, Geschäftsführer des HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu

Andrea Labonte Hoteltesterin Autor: Andrea Labonte | 02.05.26
Marc Traubel mit seiner Familie. © HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.
Marc Traubel, Geschäftsführer des HUBERTUS Mountain Refugio mit seiner Familie.
© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.

In der Welt da unten herrscht rasender Stillstand. In der Welt hier oben beruhigender Wandel. Kaum ein Satz bringt das Spannungsfeld so auf den Punkt, in dem sich Marc Traubel in seinem Leben bewegte: zwischen der schillernden Metropole Dubais, geprägt von Überfluss, Tempo und kühnen Visionen, und der stillen Kraft der Allgäuer Berge, in der sich der Blick auf das Wesentliche richtet.

Marc Traubel hat früh Einblicke in eine Welt gewonnen, die von Größe, Möglichkeiten und Geschwindigkeit geprägt ist. Heute führt er ein Haus, das bewusst einen Kontrapunkt zum schnelllebigen Alltag unserer Zeit setzt und einen anderen Weg geht. Einen Weg, der nicht von kurzfristigen Trends bestimmt wird, sondern von einem feinen Gespür für das, was Menschen in der heutigen Zeit wirklich brauchen und suchen. Das HUBERTUS ist dabei ein über Generationen gewachsenes Familienprojekt, das sich immer wieder neu erfindet und gleichzeitig seinen Wurzeln treu bleibt.

Besonders eindrücklich wird das Gespräch, wenn es um herausfordernde Momente in der Geschichte des HUBERTUS geht: ein Lawinenunglück, ein Brand im Mitarbeiternhaus, Situationen, in denen Kontrolle verloren ging und Entscheidungen plötzlich existenziell wurden. In diesem Kontext bekommt der Gedanke von Rainer Maria Rilke eine besondere Tiefe: „Das Schwere, das uns widerfährt, ist oft das, was uns auffordert, uns zu verwandeln.“

Für Marc Traubel ist das keine Theorie, sondern gelebte Realität. Es waren genau diese Schicksalsschläge, die ihn und seine Familie veranlassten, genauer hinzusehen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mutig und unbeirrt neue Wege zu gehen. Sein Credo bis heute: „Herausforderung und Erfolg lassen sich auf drei Buchstaben reduzieren: TUN!“

Gleichzeitig zeigt das Interview, wie sich dieser Anspruch im Alltag übersetzt. In einem Verständnis von Wellness, das weit über klassische Anwendungen hinausgeht. Im Mountain Spring Spa als kreativen, beflügelnden Raum für Regeneration. In HolisticLife und Holistic Food. In Coachings, hoch oben am Berg, die echten Perspektivwechsel ermöglichen. Und in einer Einstellung zum Urlaub, die Marc Traubel als „Calmcation“ bezeichnet, die bewusste Entscheidung für weniger Reize, mehr Klarheit und nachhaltige Erholung.

Ein Gespräch über Wandel, Familienzusammenhalt und die Kunst, aus Herausforderungen gestärkt hervorzugehen und etwas Neues, Einzigartiges entstehen zu lassen.

Marc, Du hast mehrere Jahre in Dubai gearbeitet. In einer Welt geprägt von Tempo, Inszenierung und ostentativem Luxus, die in starkem Kontrast zur stillen Bergdorf-Atmosphäre Balderschwangs steht. Was hast Du aus dieser Zeit für Dich persönlich mitgenommen? Und was hast Du ganz bewusst hinter Dir gelassen, als Du ins Allgäu zurückgekehrt bist? Inwiefern hat diese internationale Erfahrung Deinen Blick auf Erfolg, Erfüllung und zeitgemäße Gastlichkeit nachhaltig verändert?

Als junger Bursche sind mir die Berge irgendwann einmal auf die „Nerven“ gegangen. Da war Dubai schon eine willkommene Abwechslung.

Dubai ist eine Stadt voller Überfluss, Verschwendung und teilweise auch Größenwahn. Sie steht aber auch symbolisch für große Ziele, kühne Visionen und schier unendliche Möglichkeiten. Möglichkeiten, das Unmögliche möglich zu machen.

Das war schon sehr inspirierend und ich blicke sehr gerne auf diese Zeit zurück.

Das HUBERTUS ist seit Generationen ein Familienprojekt, das sich immer wieder neu erfunden hat: von den ersten Ferienappartements Deines Großvaters über die Ausrichtung auf Gruppenreisen bis hin zum heutigen Fokus auf ein ganzheitliches Wellness-Konzept. Welche Bedeutung hat dieses kontinuierliche „Sich-Neu-Erfinden“ für Euch als Familie? Wie sind die Rollen heute konkret verteilt: Wofür stehen Deine Eltern Karl und Christa Traubel, welche Aufgaben übernimmt Deine Frau und wo siehst Du selbst Deine Verantwortung als Geschäftsführer?

Die drei Generationen der Gastgeberfamilie Traubel. © HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.
Die drei Generationen der Gastgeberfamilie Traubel. © HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.

Für die Weiterentwicklung eines generationenübergreifenden Projekts wie unseres HUBERTUS ist es entscheidend, die Balance zwischen „Sich-neu-Erfinden“ und „Sich-treu-Bleiben“ zu finden. Gerade unsere Stammgäste schätzen das Vertraute, sie kennen vieles, oft fast alles, und müssen sich nicht neu einfinden. Entsprechend erfolgen Veränderungen bewusst und behutsam. Gleichzeitig braucht es kontinuierlichen Wandel, sonst entsteht Stillstand.

Die Rollenverteilung in einem Familienunternehmen über Generationen hinweg ist naturgemäß anspruchsvoll. Die Älteren müssen loslassen, die Jüngeren ihren eigenen Weg finden und Spuren hinterlassen. Ich bin sehr dankbar, ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen übernehmen zu dürfen, was nicht allen jüngeren Kollegen in dieser Form vergönnt ist.

Frühere Versuche, Aufgaben klar einzelnen Familienmitgliedern zuzuordnen, haben sich als wenig praktikabel erwiesen. Heute ist es organischer gewachsen: Meine Eltern übernehmen weiterhin repräsentative Aufgaben. Meine Mutter kümmert sich mit viel Gespür um die Dekoration im Haus, mein Vater bringt nach wie vor kreative Ideen ein und ist täglich im Hotel präsent.

Meine Frau Sabrina hat für mich die wichtigste Rolle: Sie ist Mutter unserer Kinder und gibt unserem Familienleben Halt. Gleichzeitig arbeitet sie halbtags in der Reservierung und ist für mich ein wichtiges Korrektiv, das mir sehr direkt Rückmeldung gibt.

Meine zentrale Verantwortung ist es, dass es meiner Familie und mir gut geht. Denn daraus entsteht alles Weitere: ein starkes Team, zufriedene Gäste und damit auch wirtschaftlicher Erfolg. Alles hängt zusammen.

Alles Weitere ergibt sich daraus: die Freude an dem, was wir tun, die Bestätigung unserer Gäste und die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Hauses.

Euer Credo lautet „Raufkommen. Zum Runterkommen.“ Auf Eurer Website schreibt Ihr: „In der Welt da unten herrscht rasender Stillstand. In der Welt hier oben beruhigender Wandel.“ Was meint Ihr mit diesen stilistischen Paradoxa? Und wie übersetzt Ihr diese Gedanken: „heraus aus dem rasenden Stillstand und hinein in den beruhigenden Wandel“ konkret in das Gästeerlebnis im HUBERTUS?

© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.
© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.

Wir arbeiten tatsächlich gerne und bewusst mit sprachlichen Paradoxa oder einer Wortwahl, die gezielt zum Nachdenken animiert. So auch in diesem Fall: Bei beiden Statements ist die Aussage die gleiche.

Mit dem Satz „In der Welt da unten herrscht rasender Stillstand“ ist eine Welt gemeint, gleichzusetzen mit Alltag, Gesellschaft oder auch der materiellen Ebene, in der ständig Bewegung, Tempo und Aktivität herrschen, aber ohne echte Veränderung. Alles rast: Termine, Nachrichten, Arbeit, Konsum. Und trotzdem bleibt innerlich oder strukturell alles gleich. Man tritt auf der Stelle, nur sehr schnell. Viel Aktion, wenig Sinn. Viel Veränderung an der Oberfläche, keine Entwicklung in der Tiefe.

Bei dem zweiten Part des Statements „In der Welt hier oben beruhigender Wandel.“ geht es genau um das Gegenteil. „Hier oben“ meint eine andere Perspektive: geistig, innerlich, spirituell, reflektierend oder distanziert vom Getriebe. Dort geschieht wirkliche Veränderung, aber langsam, ruhig, organisch. Dieser Wandel wirkt nicht hektisch, sondern sinnstiftend und stabilisierend. Weniger Lärm, mehr Bedeutung. Weniger Geschwindigkeit, mehr Entwicklung. Gleichzeitig ist anzumerken, dass die Wörter „oben“ und „unten“ natürlich parallel auch für die geografische Position gewollt zu deuten sind: oben auf dem Berg, unten im Tal.

Fazit: Der Satz stellt der rastlosen, sich selbst erschöpfenden Welt eine ruhigere Ebene gegenüber, auf der echte Veränderung entstehen kann. Er lädt dazu ein, die Perspektive zu wechseln: weg vom bloßen Funktionieren, hin zu bewusster Entwicklung, hier im HUBERTUS, auf 1.044 Metern Höhe.

Spannend ist dabei nicht nur die Aussage, sondern auch ihre gelebte Realität: Viele Gäste berichten, dass sie bereits beim Betreten unserer Lobby innerhalb kürzester Zeit eine Entspannung spüren, die sonst erst nach Tagen einsetzt. Offenbar ist bei uns ein Ort entstanden, der Geborgenheit, Rückzug und Sicherheit vermittelt.

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“, schrieb Franz Kafka. Inwiefern versteht sich das HUBERTUS als Impulsgeber, der seine Gäste ins Tun bringt? Etwa auch durch bewusste Offline-Zeiten, die ihr durch das frühere, legendäre „Handy-gegen-Bergkäse“-Ritual beim Check-In gefördert habt? Wie wichtig sind Dir selbst Offline-Zeiten, um ins Handeln zu kommen und das eigene Leben aktiv zu gestalten?

© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.
© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.

Der Satz von Kafka „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“ meint ja im Kern: Man findet seinen Lebensweg nicht fertig vor, vielmehr erschafft man ihn durch bewusstes Handeln. Es gibt keinen perfekten, vorgezeichneten Plan. Erst das Tun schafft Orientierung, impliziert Entscheidungen, Schritte, Fehler und formt den Weg. Sinn, Richtung und Identität entstehen im Prozess. Dadurch entwickeln sich Möglichkeiten, die vorher gar nicht sichtbar waren. Bei uns im HUBERTUS ist das Motto „Alles können, nichts müssen“ omnipräsent. Man kann sich, wenn man möchte, eine komplette Auszeit nehmen. Weit weg vom Alltag. Als eine „Reise zum Ich“. Hierfür gibt es besonders im mentalen Bereich unzählige Möglichkeiten, die wir unseren Gästen gerne ans Herz legen. Ob bei einer der täglichen Yoga-Einheiten oder den monatlichen Yoga-Retreats, die von international renommierten Yoga-Lehrern realisiert werden. Ob bei einer Klangschalen-Meditation oder beim Kreativ-Workshop Kraftstab. Oder beim meditativen Kräuterspaziergang. Im Bereich Natur bei meditativen Sonnenauf- und -untergangswanderungen, auf unserem ganz speziellen, genau auf das HUBERTUS ausgelegten Feng-Shui-Weg, im alpinen Zen-Garten sowie in unseren Workshops, insbesondere rund um Kulinarik und Kräuterverarbeitung. Gerade auch unser neuestes Angebot, der „Ayurveda-Montag“, wird hervorragend angenommen, ohne Werbung. Die Gäste sind begeistert, lassen sich ihre Doshas bestimmen und für neue Lebenswege inspirieren.

Doch all diese Offerten sind eben nur Angebote von unserer Seite. Sie wirken nicht belehrend und sie basieren nicht auf Überzeugungsarbeit, kein Zwang. Ganz nach dem Motto: „Alles können, nichts müssen“. Spannend dabei ist es aus unserer Sicht, dass man unsere Gäste nicht ins Tun bringen muss. Sie möchten vielmehr aus einem inneren Antrieb heraus aktiv werden. Wahrscheinlich, weil das HUBERTUS ein Kraftplatz ist. Wer hierherkommt, fühlt das sofort und interagiert.

Noch ein kurzer Exkurs zum Thema „offline“: Was bedeutet „offline“ in der heutigen Zeit? Das Handy ist zu einem ständigen Begleiter geworden, als Fotoapparat, als Autoschlüssel, als Urlaubsbotschafter für die Familie. Für mich kommt hier eine ganz große Eigenverantwortung des Einzelnen zum Tragen. Lasse ich mein Mailkonto im Urlaub aktiviert? Lege ich eine Social-Media-Zeit pro Tag fest? Schreibe ich auf Anrufe eine Nachricht: „Bin im Urlaub, wenn wichtig bitte noch einmal anrufen“? Alles Fragen, die jeder für sich selbst beantworten muss.

Kleine Anekdote am Rande: Unser damaliges Angebot „Funkstille“ entstand ursprünglich aus der Not heraus, denn der Empfang in Balderschwang war zu dieser Zeit alles andere als gut. Um möglichen Beschwerden zuvorzukommen, haben wir proaktiv „Bergkäse statt Handy“ angeboten, mit dem Effekt, dass die Gäste ihr Smartphone gar nicht erst in die Hand nahmen. Was zunächst pragmatisch gedacht war, entwickelte sich überraschenderweise zu einem großen Erfolg, fast schon vorausschauend auf den heutigen Wunsch nach digitaler Entlastung. Entsprechend führen wir diesen Gedanken heute in unserem Angebot „Nixtun“ konsequent weiter. Denn eine bewusste digitale Auszeit ist gerade in der gegenwärtigen Zeit sinnvoll und fügt sich stimmig in unser Gesamtkonezpt ein.

Rainer Maria Rilke schrieb: „Das Schwere, das uns widerfährt, ist oft das, was uns auffordert, uns zu verwandeln.“ Nach dem Lawinenunglück 2019, der anschließenden temporären Schließung, dem Umbau während der Pandemie und der Wiedereröffnung 2021 als HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu hat Euer Haus eine tiefgreifende Transformation durchlaufen. Wie ist es Euch als Familie gelungen, in diesen Krisen Sinn zu finden, Vertrauen zu bewahren und immer wieder gestärkt aus den Schicksalsschlägen hervorzugehen? Und was ist Deine persönliche Überzeugung: Wird Resilienz dem Menschen in die Wiege gelegt? Oder ist es das Leben selbst, das uns Resilienz lehrt?

© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.
© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.

Der Satz von Rainer Maria Rilke lässt sich auf mehreren Ebenen auch für uns sehr gut deuten und interpretieren: Im Kern sagt Rilke, dass schwere Erfahrungen wie Leid, Krisen, Verluste, Scheitern nicht nur etwas sind, das uns passiert, sondern etwas, das eine Aufgabe an uns stellt. Das „Schwere“ ist demnach kein sinnloses Unglück, sondern eine Aufforderung zur inneren Veränderung.

Gerade in schwierigen Momenten werden wir gezwungen, Gewohntes zu hinterfragen. Wir können nicht einfach weitermachen wie zuvor, etwas in uns muss sich ändern. So kann Leid als ein Auslöser für Entwicklung und Wachstum verstanden werden. Wachstum entsteht aber meist nicht durch Komfort, sondern durch das Annehmen des Schweren. Gerade die Herausforderung eröffnet eine Chance, reifer, bewusster oder tiefer zu werden. Und die daraus entstehende Verwandlung findet nicht automatisch statt. Sie ist eine Möglichkeit, eine Einladung, auf die wir reagieren können oder auch nicht. Leid wird also nicht als Strafe verstanden, sondern als Chance zur inneren Reifung. Das, was uns am meisten belastet, kann genau das sein, was uns hilft und im Leben weiterbringt.

Im Kontext zum HUBERTUS bekommt das Rilke-Zitat eine sehr konkrete, existenzielle Bedeutung. Das HUBERTUS Mountain Refugio steht für ein Leben in und mit der alpinen Natur. Einem Raum, der wunderschön, aber auch unberechenbar ist. Lawinen sind dort kein abstraktes Risiko, sondern eine reale Macht, die Demut erzwingt.

Wenn Rilke sagt „Das Schwere, das uns widerfährt, ist oft das, was uns auffordert, uns zu verwandeln“, lässt sich das in unserem Kontext so interpretieren:

  • Die Berge als Lehrer: Eine Lawine ist kein „Fehler“ der Natur, sondern eine Erinnerung daran, dass der Mensch die Natur nicht kontrollieren kann. Wer das erlebt, direkt oder indirekt, wird gezwungen, seine Haltung zu ändern: vorsichtiger, achtsamer, respektvoller zu werden.
  • Verwandlung durch Grenzerfahrung: In alpinen Kontexten bedeutet Verwandlung oft, Illusionen von Sicherheit oder Allmacht loszulassen. Man lernt, Entscheidungen bewusster zu treffen und Risiken klarer einzuschätzen.
  • Gemeinschaft und Verantwortung: Ein Refugio ist nicht nur Rückzugsort, sondern Schutzraum. Nach schweren Ereignissen wie Lawinen wächst das Bewusstsein für Verantwortung gegenüber den Gästen, dem Team und der Natur.
  • Existenz statt Romantik: Die Berge werden nicht verklärt, sondern ernst genommen. Das „Schwere“ zerstört naive Bergromantik und verwandelt sie in echte Verbundenheit mit dem Ort.

Und genau das haben wir uns zu Herzen genommen. Ganz nach der Devise: Herausforderung und Erfolg lassen sich auf drei Buchstaben reduzieren: TUN!

Nach der Lawine stellte sich für uns nie die Frage, ob wir weitermachen. Aufgeben war keine Option. Wir haben angepackt und das Geschehen letztlich auch als Chance begriffen, nicht zuletzt aus Verantwortung für unser Team und unsere Familien.

Ich bin fest davon überzeugt: Wer sich einredet, eine Krise nicht überwinden zu können, wird genau daran scheitern. Doch auch blinder Optimismus nach dem Motto „Es wird schon irgendwie“ führt nicht weiter. Beide Haltungen verhindern, dass man ins Handeln kommt. Entscheidend ist vielmehr, eine possibilistische Haltung einzunehmen, also Möglichkeiten zu erkennen und aktiv zu werden.

Ob Resilienz jedem Menschen in die Wiege gelegt wird, wage ich zu bezweifeln. Ebenso schwer lässt sich sagen, ob das Leben sie uns automatisch lehrt. Letztlich liegt es an jedem Einzelnen, wie er mit den Herausforderungen des Lebens umgeht. Der eine nimmt sie an und geht seinen Weg, der andere resigniert und gibt auf. Resilienz ist daher, meiner Meinung nach, weder ausschließlich angeboren noch rein erlernt, sie entsteht im Zusammenspiel von Veranlagung und Erfahrung.

Frida Kahlo sagte einmal: „Lachen machte mich unbesiegbar – nicht wie jene, die immer gewinnen, sondern wie jene, die niemals aufgeben.“ Ich habe Dich stets als besonnenen Gastgeber erlebt, auch nach dem Brand im Mitarbeiterhaus, der Euch 2024 erneut vor Herausforderungen stellte. Wie sehr kannst Du Dich mit Frida Kahlos Haltung identifizieren? Überall im HUBERTUS begegnete mir der kraftvolle Spruch: „Lust auf Leben“. Wie stärkt Ihr die Lebenslust bei Euren Gästen?Und was macht Dir persönlich Lust auf Leben? Welche Träume elektrisieren Dich?

© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.
© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.

Der Satz von Frida Kahlo drückt für mich eine innere Haltung von Widerstandskraft aus. Objektiv gesehen hat sie viel verloren, durch Schmerzen, Krankheiten, Unfälle und Liebeskummer. Und dennoch hat sie nie aufgegeben. Ihr Lachen steht nicht für „alles ist gut“, sondern für ein Trotzlachen, ein „Ich-bin-noch-da“, ein „Ihr-kriegt-mich-nicht-klein“. Es ist ein Lachen der Nichtaufgebenden, ein Lachen der Unbesiegbarkeit.

Genauso ging es uns: Die Lawine und der spätere Brand im Mitarbeiterhaus waren existenzielle Erschütterungen. Plötzlicher Kontrollverlust, Gefahr für Menschen, der Verlust von Sicherheit, Zuhause, Normalität, und dieses Gefühl: „Das darf doch nicht wahr sein.“ Das sind keine Krisen, die man gewinnt. Das sind Krisen, die einen brechen könnten.

Auf uns angewandt bedeutet das: unbesiegbar sein trotz Lawine und Brand.
Unbesiegbar sein heißt für mich:

• Weiter Verantwortung zu übernehmen

• Füreinander da zu sein

• Nicht in Angst, Schuld oder Resignation zu verharren

Dieses „Lachen“ steht dabei nicht für Leichtigkeit oder Spaß, sondern für mentale Standfestigkeit, Menschlichkeit in der Krise und die bewusste Entscheidung: „Wir lassen uns innerlich nicht zerstören.“ Gerade nach solchen Ereignissen ist Lachen auch ein Zeichen von Leben, ein erstes Aufatmen, ein „Wir sind noch hier“. Das HUBERTUS ist da, die Menschen haben auf bemerkenswerte Weise zusammengehalten, es wurde weitergedacht und weitergemacht, und ja, auch weitergelacht.

Genau das meint Frida Kahlo aus meiner Sicht: Stärke zeigt sich nicht im Triumph, sondern im Nichtaufgeben. Und diese Kraft schöpfe ich aus meiner Familie. Dort kann ich in kürzester Zeit neue Energie tanken. Das ist für mich die pure „Lust auf Leben“.

Wellness Heaven bewertet Spa-Hotels unter anderem auch nach ihren Wellnessangeboten. Was hebt den Mountain Spring Spa in Eurem Hotel von anderen Wellnesshotels in der Region ab? Inwieweit spielt dabei auch Euer „Holistic Life“- Konzept eine tragende Rolle?

© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.
© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.

Unser Mountain Spring Spa versteht sich als „Raum für Regeneration“, ein Solitär, der Architektur und Philosophie in Einklang bringt, mit einer klaren Aufgabe: Wohlbefinden für unsere Gäste zu schaffen. Eingebettet in die raue Schönheit des Naturparks Nagelfluh erhebt sich der Spa wie ein architektonischer Schmetterling, leicht, organisch und zugleich tief in der Region verwurzelt. Die Formensprache greift die alpine Topografie auf, während heimisches Holz, Naturstein und alpine Materialien nicht nur ästhetische, sondern auch kulturelle Identität stiften.

Die Architektur folgt keinem Trend, sondern dem Prinzip der Rückbindung an die Natur. Großzügige Glasfronten öffnen den Blick auf die Allgäuer Bergwelt, Innenräume gehen fließend in die Umgebung über. Warme Hölzer, klare Oberflächen und natürliche Farben schaffen eine Atmosphäre von Achtsamkeit und Erdung. Der Spa ist Ausdruck einer Haltung: regional, ressourcenschonend und ganzheitlich gedacht. Elemente wie das Onsen-Becken, der Infinitypool mit Bergpanorama, alpine Gärten und Yoga-Plattformen verbinden asiatische Achtsamkeit mit Allgäuer Klarheit und machen den Mountain Spring Spa zu einem Resonanzraum für ganzheitliches Wohlbefinden.

Auch der Außenbereich folgt diesem Gedanken: Im Dachgarten entstand ein alpiner Zen-Garten mit verschiedenen Themenbereichen, die unsere HolisticLife-Philosophie widerspiegeln. Ergänzt durch Naturbadesee und Infinitypool, gespeist aus der hauseigenen Quelle, eröffnen sich hier neue Dimensionen, mit beeindruckendem Blick in die Allgäuer Bergwelt.

Mit HolisticLife hat meine Mutter ein ganzheitliches Wohlfühl- und Gesundheitskonzept entwickelt, das Körper, Geist und Seele in Einklang bringt und neue Lebensenergie weckt. Es verbindet Naturheilverfahren wie TCM und Ayurveda mit sanfter Entgiftung und orientiert sich, von Anwendungen über Bewegung und Coaching bis zur Ernährung, am Kreislauf der Natur und am menschlichen Biorhythmus. Durch die Ausrichtung auf die vier Jahreszeiten wird individuell auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen eingegangen, wobei die Natur selbst als Energiequelle dient. HolisticLife ist damit die konsequente Weiterentwicklung des klassischen Wohlfühlgedankens hin zu einem ganzheitlichen Ansatz, geprägt von Empathie, Authentizität und Nähe. Balderschwang als ursprünglicher Naturraum unterstützt diesen Ansatz ideal. Saisonale Heilkräuter, Gewürze sowie gezielte Entspannungs- und Bewegungseinheiten aktivieren Stoffwechsel und Selbstheilungskräfte. Individuelle Anwendungen und Massagen machen das Konzept einzigartig.

Im Zentrum steht dabei immer der Mountain Spring Spa, mit seinen Saunen, Ruhe- und Behandlungsräumen, dem großen Yoga-Raum, dem alpinen Zen-Garten und zahlreichen Kraftplätzen.

Die „Holistic Coachings“ im HUBERTUS setzen bewusst auf Individualität, Naturerlebnis und nachhaltige Umsetzung im Alltag, vom ersten Kennenlernen über die Zielfindung bis hin zur konkreten Integration in das Leben der Gäste. Was unterscheidet Eure „Holistic Coachings“ von klassischen Coaching-Angeboten? Und welche Veränderungen oder Aha-Momente erlebt Ihr bei Euren Gästen, wenn sie in der besonderen Umgebung des HUBERTUS an ihren Themen arbeiten?

© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.
© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.

Unsere maßgeschneiderten Coachings verbinden Naturerlebnis mit individueller Zielverfolgung. Gute Lösungen entstehen oft mit Abstand und dem Blick von oben, sie öffnen Raum für Kreativität und neue Perspektiven. In Bewegung lösen sich festgefahrene Muster, jeder bestimmt dabei sein eigenes Tempo und seinen Weg. Auch Symbole aus der Natur helfen, verborgene Fragen sichtbar zu machen und eine Verbindung zum eigentlichen Thema herzustellen.

Wir verstehen unsere Coachings als bewusste Ergänzung zu Ruhe, Natur und Entspannung. Viele Gäste kommen, um Abstand vom Alltag zu gewinnen, und genau dieser Abstand schafft Raum, innezuhalten und den Blick nach innen zu richten.

Unser Angebot richtet sich an Menschen, die ihre Auszeit nutzen möchten, um neue Perspektiven zu gewinnen und sich ihren aktuellen Fragen zuzuwenden, ohne Druck und ohne etwas leisten zu müssen. Oft genügt ein Moment, ein geschützter Raum oder ein klarer Impuls, um eine neue Sichtweise zu entwickeln, ins Spüren zu kommen und ins Handeln zu finden.

Was Gäste dabei bewegt, ist selten eine akute Krise, sondern vielmehr eine leise Unruhe. Das Leben funktioniert, vieles ist gut, und dennoch fühlt es sich nicht ganz stimmig an. Gedanken wie „Wo bleibe ich selbst?“, „Was möchte ich verändern?“ oder „Was brauche ich gerade wirklich?“ tauchen auf. Es geht um Klarheit, ohne alles infrage zu stellen, um Orientierung an einer Schwelle, nicht um Problemlösung. Viele Gäste spüren, dass es an der Zeit ist, sich bewusst Raum für sich selbst zu nehmen. Manchmal ausgelöst durch Veränderungen, oft aber auch einfach aus dem Wunsch heraus, Gedanken zu ordnen, neue Blickwinkel zuzulassen oder einen inneren Faden wieder aufzunehmen, der im Alltag verloren gegangen ist. Diese Reise wird bewusst gewählt, nicht als Ablenkung, sondern um Abstand zu gewinnen. Das HUBERTUS schafft dafür den passenden Rahmen: ein Ort der Ruhe und des Rückzugs, jenseits des Alltags. Hoch oben am Berg eröffnet sich ein geschützter Raum, der Retrospektive und Prospektive ebenso ermöglicht wie echte Perspektivwechsel.

Welche Wellness- und Lebensstil-Trends siehst Du in den kommenden Jahren auf die Hotellerie zukommen, auch in Bezug auf Nachhaltigkeit und bewussten Luxus? Und wo siehst Du das HUBERTUS in zehn Jahren, im Jahr 2036?

© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.
© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.

Ganz ehrlich: Welche Trends gerade irgendwo gehypt werden, interessiert uns nur bedingt. Denn das, was wir tun, machen wir seit Jahrzehnten mit Herzblut und Erfolg. Natürlich beobachten wir den Markt, schauen, was Mitbewerber umsetzen und welche Themen relevant sind. Aber oft entpuppen sich vermeintliche Trends als alter Wein in neuen Schläuchen. Nehmen wir das Thema Longevity: Der Begriff ist mittlerweile so weit gefasst, dass er kaum noch greifbar ist. Für die einen bedeutet er einen umfassenden Medical Check-up, für die anderen schlicht Entspannung. Und doch wird fast alles, zumindest im deutschen Markt, unter diesem Schlagwort verkauft.

Wir nennen das, was wir tun, „Calmcation“ und fassen darin unser Angebot zusammen: Die Kunst des süßen Nichtstuns. Calmcation statt Checkliste. Dabei geht es nicht um möglichst viele Erlebnisse, sondern um bewusste Entschleunigung. Keine durchgetakteten Tage, kein Druck, etwas gesehen haben zu müssen. Stattdessen: Ruhe, Natur, wenig Reize und endlich Zeit, mental abzuschalten.

Genau dafür steht das HUBERTUS. Mitten im Naturpark Nagelfluhkette, umgeben von Allgäuer Berggipfeln, fällt das süße Nichtstun erstaunlich leicht. Die HolisticLife-Philosophie bringt Körper, Geist und Seele in Einklang, weniger Hektik, mehr Energie und ein bewussterer Zugang zu sich selbst.

„Raufkommen zum Runterkommen“ geschieht dabei ganz entspannt: Anwendungen, Bewegungs- und Entspannungseinheiten sowie die Küche orientieren sich am Rhythmus der Natur und des Menschen. Wer mag, nutzt das vielseitige Angebot, wer nicht, genießt einfach das hervorragende Essen und den Mountain Spring Spa. Ganz nach dem Motto: „Lust auf Leben!“.

Elementar ist für uns dabei der enge, persönliche Kontakt zu unseren Gästen. Gespräche, gemeinsame Momente, ob bei einem Glas Wein, beim Kartenspiel oder auf Wanderungen, Diese gemeinsamen Augenblicke sind für uns eine wertvolle, vielleicht sogar die wichtigste Währung, heute wie in Zukunft.

Wo ich das HUBERTUS in 10 Jahren sehe? Hoffentlich immer noch als eines der besten Wellnesshotels im DACH-Raum. Und immer noch tief verbunden. Mit unseren Wurzeln. Und unserer Philosophie. Das Wichtigste dabei: sich weiterhin mit den Gästen auf Augenhöhe zu begegnen. Und alles weitere werden wir sehen.

Vom ayurvedisch inspirierten Frühstück über thematische Menüs bis hin zur engen Verbindung zu regionalen Produzenten verfolgt Ihr im HUBERTUS einen ganz eigenen kulinarischen Weg. In einer Zeit, in der Ernährung oft zwischen Trends, Verzicht und Überforderung schwankt, setzt Ihr bewusst auf Individualität, Herkunft und Achtsamkeit. Was sollen Eure Gäste aus dieser Form der Esskultur mit nach Hause nehmen? Und ist Euer „Holistic Food“-Konzept auch eine Einladung, den eigenen Umgang mit Essen neu zu überdenken?

© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.
© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.

Ganz ehrlich: Es blutet mir das Herz, wenn wir beim Abräumen Lebensmittel wegwerfen müssen. Gerade wenn Fleisch, Fisch oder Wurst liegen bleiben, weise ich auch darauf hin, dass dafür ein Lebewesen sein Leben gelassen hat. Hier wünsche ich mir manchmal mehr Bewusstsein und Respekt im Umgang mit Lebensmitteln.

Durch den engen Kontakt zu unseren regionalen Produzenten wissen wir, wie viel Arbeit und Herzblut in einem Stück Käse, einer Packung Nudeln oder einem Kalbschnitzel steckt. Früher konnten wir unseren Gästen noch regelmäßig Sennereiführungen anbieten. Heute ist das durch den Generationenwechsel vieler Älpler kaum mehr möglich. Umso wichtiger ist es uns, diese Hintergründe zu vermitteln und auch zu erklären, warum bestimmte Produkte ihren Preis haben.

Genau aus diesem Anspruch heraus haben wir die „Kulinarische Mountain Experience“ entwickelt, passend zu unserem Leitgedanken „Heimat Essenz“: tief verwurzelt in der Region und ihren Gaben, von mild bis wild, von beerenstark bis kräuterfein. Slow Food, frech und frei interpretiert.

Für uns bedeutet Genuss auch, sich wieder an eine bewusste Esskultur zu erinnern. Denn erst wenn gesunde Ernährung und echter Genuss zusammenfinden, wird aus dem Wunsch nach Gesundheit auch gelebte Realität. Holistic Food ist daher ein zentraler Bestandteil unseres HolisticLife-Konzeptes. Wir setzen konsequent auf echtes Küchenhandwerk, verzichten auf Zusatzstoffe und Convenience Food und arbeiten mit klaren Basiszutaten wie Rohrzucker sowie Stein- und Meersalz. Weizen wird dabei größtenteils durch Dinkel ersetzt.

Für uns ist das die Grundlage für eine genussvolle Neuinterpretation Allgäuer Traditionen, ergänzt durch Einflüsse aus der internationalen Küche, immer auf Basis regionaler Produkte. Artgerechte Haltung, saisonale Ernte und bewusster Einkauf schaffen die Voraussetzung für echten Genuss mit gutem Gewissen.

Nach mehreren Jahrzehnten in der Branche, gibt es ein Erlebnis mit einem Gast oder einen besonderen Moment in Deiner Karriere, der Dir bis heute im Gedächtnis geblieben ist? Welches war die kurioseste und welches die berührendste Begegnung?

© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.
© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.

In Dubai war so einiges kurios. Ein Scheich stellte am Vorabend fest, dass seine Tochter am nächsten Tag ihren 11. Geburtstag feiert, und ließ dafür ein opulentes Buffet vorbereiten. Am Ende wurde jedoch Pizza von einer Fast-Food-Kette gegessen.

Oder wir sollten für den Geburtstag einer Tochter einen Heißluftballon mit dem Gesicht der Siebenjährigen bedrucken. Dieses Geschenk kann jeder für sich bewerten, für mich, aus einem Bauerndorf kommend, war es pure Dekadenz.

Hier in Balderschwang hingegen berühren mich andere Momente: Viele junge Gäste begleite ich seit Jahrzehnten: vom Maxi-Cosy bis zum Vollbart. Unsere Gäste ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes für mich.

Auch ein kleiner Fauxpas eines unser Rezeptionisten ist mir in Erinnerung geblieben: Im Winter verschicken wir bei Schneekettenpflicht am Riedbergpass automatisch eine SMS mit Umfahrungsempfehlung. Im Sommer war die Straße wegen Bauarbeiten gesperrt. Die Idee eines Rezeptionisten war, die Winter-SMS einfach anzupassen. Das Problem: Der Text war im System fix hinterlegt und ließ sich nicht ändern. Ergebnis: Unsere Gäste erhielten bei 30 °C eine Nachricht zur Schneekettenpflicht, den Hohn für diese Geschite musste sich der arme Rezeptionist noch lange anhören.

Und sicherlich gäbe es noch viele weitere Geschichten, die ich aber, leider oder vielleicht auch zum Glück, verdrängt habe.

In jedem Eurer Zimmer und Suiten findet sich eine individuell kuratierte Bibliothek. Keine gleicht der anderen. Die Auswahl reicht von Büchern über Yoga, Achtsamkeit, Spiritualität, Gesundheit und Glück bis hin zu Weltliteratur, Biografien und Krimis. Welche Bücher haben Dich persönlich in Deinem Leben am stärksten beeindruckt oder nachhaltig geprägt?

© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.
© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.

An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich nie eine große Leseratte war und es auch jetzt noch nicht bin. Im Gegenteil.

Aber eines der Bücher, das mich wirklich fasziniert hat, ist das Buch „Die Tribute von Panem“. Zunächst klingt dieser Titel vielleicht eher nach Trivialliteratur. Aber es ist ein Buch, das man tief philosophisch lesen kann, fast wie ein Gedankenexperiment über Macht, Moral und den Menschen selbst. Man kann „Die Tribute von Panem“ fast wie einen Spiegel unserer Gegenwart sehen. Es ist eigentlich keine ferne Sci-Fi-Welt mehr, sondern eine zugespitzte Version von Dingen, die es heute schon gibt.

Darüber hinaus bin ich mittlerweile ein großer Fan von Hörbüchern geworden.

Hier liebe ich Biografien von den unterschiedlichsten Personen. Ob es Schokoladenhersteller im Quadrat sind oder ein ehemaliges Mitglied von „RTL Samstag Nacht“, das seit über 1.300 Tagen täglich ins Wasser geht. Für mich spannend, da ich ja selbst seit ca. zwei Jahren ein Fan vom Eisbaden bin, in unserem Naturbadesee.

Aktuell begeistert mich auch besonders der Extremsportler Jonas Deichmann. Er hält mehrere Weltrekorde im Triathlon und im Radsport. Besonders eindrucksvoll ist seine Serie von 120 Ironman-Triathlons in Folge, die er im Jahr 2024 absolviert hat.

Noch bemerkenswerter finde ich sogar seine Weltumrundung im Triathlon. Sein unerschütterlicher Wille, sich Etappe für Etappe voranzuarbeiten, und sein Durchhaltevermögen unter extremsten Bedingungen, sei es in größter Hitze oder eisiger Kälte, sind kaum in Worte zu fassen. Diese Form von Zielstrebigkeit bewundere ich zutiefst.

Wenn Du einem jungen Menschen nur eine einzige Lebenslektion mitgeben dürftest, welche wäre das? Wir alle sind auf der Suche nach einem glücklichen und erfüllten Leben. Was bedeutet für Dich persönlich Glück und Erfüllung?

© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.
© HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu.

Jemandem eine einzige Lebenslektion zu erteilen, ist alles andere als einfach, denn jeder Mensch geht seinen eigenen Weg und was dem einen richtig und stimmig erscheint, muss für den anderen nicht auch so sein.

Ich habe für mich drei Prinzipien definiert, die mir persönlich absolut wichtig sind:

  • Finde Zeit für Dich und für Deine Familie.
  • Hab Spaß an dem, was du machst.
  • Sei ehrlich zu Dir und Deinem Gegenüber.

Für mich ist meine Familie das größte persönliche Glück und meine zentrale Quelle der Erfüllung. In ihr finde ich Geborgenheit, Vertrauen und bedingungslose Unterstützung, unabhängig von äußeren Erfolgen oder Herausforderungen. Die gemeinsamen Erlebnisse, das gegenseitige Verständnis und die tiefe Verbundenheit schaffen einen Raum, in dem wir ganz wir selbst sein können.

Familie bedeutet für mich nicht nur Herkunft, sondern auch Zusammenhalt, Liebe und das Gefühl, immer einen sicheren Hafen zu haben. Für mich ist Familie weit mehr als „nur“ ein Teil des Lebens. Sie ist mein Herzstück.

Mindful Moments - Gespräche die berühren

Im Rahmen von „Mindful Moments – Gespräche, die berühren“ im Wellness Heaven Online Magazin unterhalten wir uns mit Hoteliers, Spa-Experten, Ärzten, Wellness-Consultants und anderen interessanten Persönlichkeiten, die wir während der letzten 20 Jahre auf unseren Wellness-Heaven-Reisen durch die Welt kennenlernen durften und die uns tief beeindruckt haben. Ihnen allen ist eines gemein: Sie sind auf der Suche nach Wohlbefinden und einem erfüllten Leben für sich und andere. Wir fragen nach Ihren Geheimnissen um Glück, Zufriedenheit und persönlichem Erfolg auf die Spur zu kommen. Außerdem stellen wir neue Trends im Wellnessbereich vor, sprechen aber auch über jahrhundertealte, bewährte Methoden für ein sinn- und freudvolles Leben. Wir diskutieren über die Gedanken großer Philosophen und fragen nach Büchern, die bewegen. Und natürlich nehmen wir Sie immer wieder mit, an ganz besondere Orte, die mit fabelhafter Natur und wachen Ideen für mehr Gesundheit und Begeisterung im Leben sorgen. Wir hoffen, dass die Begegnungen mit diesen Menschen bei Ihnen genauso nachklingen wie bei uns und Sie inspirieren, Ihre eigene Lebensreise so einmalig, selbstbestimmt und erquicklich wie möglich zu gestalten. Bon voyage!





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Wellnesshotel des Monats: Wellness & Naturresort Reischlhof ****S
Wellness & Naturresort Reischlhof ****S Naturresort Reischlhof

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