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Hallöchen, wir kommen aus dem Norden an der Ostsee,aber lieben und reisen gerne nach Seefeld in Tirol. Auf dem Balkon stehn und einfach nur auf die Berge seh'n und auf den Seefelder See freut sich der Hund besonders sehr :-) Was gibt es schöneres,wenn alle glücklich sind.. Wellness&Spa, das ist wunderbar und sehr zu empfehlen,das ist doch klar.. Der leckere Kaiserschmarn hat es uns dort auch angetan :-) Also falls ihr Lust und Laune habt,steigt mit eurer Familie in Seefeld/Tirol ab.. Es fällt einen schwer wieder abzureisen,aber es bleibt einen ja nix anderes über.. Grüße..
Als Therapeut verbringe ich viel Zeit mit anderen Menschen, höre mir ihre Sorgen und Ängste an und versuche, ihnen dabei zu helfen, wieder mehr für sich und ihr Wohlbefinden sorgen zu können. Doch irgendwann ist auch das stärkste Herz erschöpft und der wachste Geist ermüdet. Ich ertappe mich am Ende des Tages immer wieder dabei, wie ich denke: „Es wäre möglich, dass ich bald mal auf der anderen Seite des Tisches sitze." Eine Auszeit war dringend nötig, um wieder zu mir selbst zu finden – und was eignet sich besser als ein Wochenende in einem außergewöhnlichen Wellnesshotel, das Körper und Geist, Anspannung und Entspannung in Einklang bringt?
Die Auszeit durfte nicht zu lang werden, denn die paar restlichen Urlaubstage, die ich hatte, waren kostbar. Dafür sollte es aber so viel Entspannung und Annehmlichkeiten wie möglich geben, um möglichst schnell wieder Energie tanken zu können. Es war bereits Mitte September und da ich bis zu diesem Zeitpunkt im Jahr keinen erholsamen Urlaub außerhalb der eigenen vier Wände gemacht hatte (Umzug sei Dank), setzte ich mir ein etwas größeres Budget als eigentlich üblich. Schnell war klar, es sollte ein Wellnessurlaub der besonderen Art über das Wochenende meines Geburtstages werden. Auf der Suche nach Hotels, die eine möglichst große Auswahl an Wellness-, aber auch Sport- und insbesondere Schwimmangeboten hatten, stieß ich auf das Wellness- und Sporthotel Jagdhof im bayerischen Wald. Es klang wie der perfekte Ort für meine Auszeit. Das Zimmer war nach einer Nacht Bedenkzeit schnell gebucht. In der folgenden Woche kamen nach Durchsicht der Massage- und Sportangebote das Power-Swim und eine Sportmassage mit auf die Rechnung. Zwei Tage vor Anreise wurde die Vorfreude so groß, dass ich kurzerhand die Frühanreise mit Frühstück hinzubuchte. Und dann endlich konnte es losgehen..
Der Tag war endlich gekommen und der Wecker klingelte noch vor der regulären Weckzeit für die Arbeit, sodass beinahe die gesamte Fahrt noch im Dunkeln an mir vorbeirauschte. Wach war ich dennoch, sehnte ich mich doch sehr nach etwas Ruhe. Von der Autobahn ging es schließlich runter auf die Landstraße und durch unscheinbare kleine Dörfer des bayerischen Landes. Kurz nach Sonnenaufgang hieß es dann von meinem Navi: „Ihr Ziel befindet sich in 100m auf der rechten Seite." Blöd nur, dass die Auffahrt zum Hotel durch zwei anliefernde LKWs versperrt war. Kurzerhand parkte ich mitten auf der Straße und holte mir an der Rezeption eine Karte für das Parkhaus. Nach einer kurzen Suche nach freien Parkplätzen befand ich mich auch schon im Lift zur Rezeption. Das Hotel empfing mich schon in der Lobby mit einer warmen, eleganten, aber auch sehr gemütlichen Atmosphäre. Schon beim Betreten spürte ich den Charme des Jagdhofs – eine perfekte Mischung aus elegantem, zeitlosem Luxus und moderner Wellness. Das Design und die Farben vermittelten sofort ein Gefühl der Geborgenheit, und die zuvorkommende Art der Mitarbeitenden ließ die Alltagsgedanken schnell verfliegen. Die Autoschlüssel gab ich an der Rezeption für den Gepäckservice ab und man führte mich zum Frühstückstisch.
Die Menge der verschiedenen Speisen war buchstäblich atemberaubend. Neben am Tisch bestellbaren Eierspeisen und Kaffeegetränken gab es eine riesige Auswahl an Brötchen, Brot und Gebäck, Aufschnitt und Käse jeglicher Art, warme Speisen wie Würstchen, Speck und frische Waffeln sowie verschiedene Müslis. Das Angebot an Obst reichte von Bananen über Brombeeren bis hin zu Papaya und Mango. Dazu kamen eine Teestation, mehrere Kaffeemaschinen, frisch gepresster Orangensaft und ein Entsafter für die extra Portion flüssiger Vitamine. Selbstverständlich gab es auch verschiedene alternative Milcharten. Selbst bei der Abreise nach meinem vierten Frühstück im Hotel hatte ich es noch nicht geschafft, einmal alles zu probieren, wobei es auch daran gelegen haben könnte, dass ich die leckersten Sachen jeden Morgen wieder essen musste. Ständig entdeckte ich etwas Neues zu essen, das ich liegen lassen musste, weil der Teller bereits voll war. Nach dem Frühstück erhielt ich an der Rezeption eine Karte für ein Begrüßungsgetränk sowie die Wellnesstasche mit Tageskarte für das Spa. Ein freundlicher Mitarbeiter zeigte mir kurz, wo alles zu finden ist, und schon konnte die volle Entspannung beginnen. Blöd nur, dass ich nicht vorgeplant hatte. Denn die Badeklamotten lagen noch im Koffer im Auto oder wurden womöglich bereits irgendwo im Hotel herumgekarrt. Vor dem ersten Kaffee am Morgen ist das Vorausdenken bis nach dem Frühstück auch nicht von mir zu erwarten.. Demnach blieb zunächst lediglich das Erkunden der Saunawelt (textilfrei geht ja immer) übrig, und die Wasserwelt (mit Textil) musste warten, bis ich wieder Zugriff auf meine Badesachen hatte.
Zunächst verschaffte ich mir einen groben Überblick über die Saunen, Ruheräume und Pools. Da das Hotel organisch gewachsen war, fühlte sich am Anfang alles etwas verwinkelt an. Tatsächlich habe ich am letzten Tag noch einen Weg als Abkürzung von meinem Zimmer direkt zu den Entspannungsräumen gefunden, den ich vorher noch nicht gesehen hatte. Da alles noch recht leer war, konnte ich im textilfreien Außenwhirlpool das erste Mal richtig tief durchatmen und die Gedanken schweifen lassen. Die Blubberblasen ohne die nass-schwere Kleidung erzeugten eine besondere Entspannung. Das Geplätscher des Wassers wirkte fast schon einschläfernd.
Nachdem sich nach und nach der Pool langsam gefüllt hatte, ging es weiter ins Kräuterbad mit wohlriechender Minze, in den Kraxenofen, bei dem man vom Heuduft umgeben wird, und in den Salzkeller, der mich an eine Dampfsauna im Rittergewölbe erinnert. Ein Schluck von der angebotenen Buttermilch sowie regelmäßiges Hydrieren durch die verschiedenen Saft- und Teestationen waren natürlich ein Muss. Nach den vielen Saunagängen ruhte ich mich auf den Wasserbetten im Ruheraum der alten Mühle aus, in welcher frisches Sauerteigbrot gebacken wird und so ein angenehmer Duft von frischem Brot einen umhüllt (sprich: ich schlief ein).
Nach dem kurzen Nickerchen war es Zeit, das Zimmer zu beziehen. Auf dem Weg dorthin gab es eine kleine Hausführung inklusive wichtiger Informationen hinsichtlich des Aktiv-Programms, dem internen Hotelguide und den Zeiten für das Essen. Danach sollte ich mich auf jeden Fall nicht mehr verlaufen, wobei dies natürlich nicht der Fall war. Auf dem Zimmer angekommen hätte ich nicht glücklicher sein können. Etwas abseits gelegen, ohne direkte Zimmernachbarn, im zweiten Stock und direkt über dem Sportpool, was bei geöffnetem Fenster zu der Illusion führte, als hätte man ein Meer vor dem Fenster – ich konnte nicht anders, als mich sofort rundum wohlzufühlen.
Nachdem nun endlich die Badesachen wieder in meinem Besitz waren, ging es zunächst schnell zum Mittagssnack. Dieser übertraf an allen Tagen jede meiner Erwartungen. Jedes Mal gab es eine große Auswahl an frischen Salaten und wechselnden warmen Gerichten für alle Ernährungsformen von Alles-Essern bis zu Veganern; zum Beispiel Ofengemüse, Leberkäse und Suppe sowie Brot und eine riesige Auswahl an Kuchen, Torten und Desserts. Es kam vor, dass ich zweimal am Tag zum Mittagessen ging, um zunächst herzhaft zu essen und später mich durch die süße Auswahl zu probieren. Die Zeiten für Frühstück und Mittagssnack waren so großzügig, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, gehetzt zu sein.
Erneut wohlgenährt wollte ich nun meine guten Vorsätze umsetzen. Zunächst spielte ich eine Runde Tischtennis. Anschließend ging es in das Fitnesstudio, welches voll ausgestattet mit verschiedenen, separaten Kursräumen und Geräten ist. Von Zirkeltraining über Boxstudio bis zu Rudergeräten und Entspannungsraum war alles dabei. Auch ein paar Bahnen im Sportpool konnte ich ziehen. Dieser war angenehm kühl beheizt und schön an der frischen Luft gelegen, was ein besonderes Flair erzeugte. Einzig für meine Startsprünge musste ich auf andere Zeiten ausweichen, da es draußen bereits etwas kühl war.
Zum Aufwärmen ging es anschließend endlich in die Wasserwelt. Dort ließ ich mich vom sprudelnden Wasser treiben und konnte im Außenpool zusehen, wie der Himmel langsam dunkler wurde und die vielen Lichter und das dampfende Wasser eine gemütlich romantische und magische Stimmung erzeugten. Selbst zur Hauptzeit war es hier nie zu überfüllt.
Mein absolutes Highlight des Tages erwartete mich aber erst im Anschluss an eine schnelle Dusche. Das Abendessen konnte jeden Abend aufs Neue den Grad des Wohlbefindens um ein Vielfaches steigern. Sechs und mehr Gänge erwarteten mich jeden Tag, und auf Sonderwünsche wurde gern eingegangen. Nach dem Essen ging es dann noch auf einen kurzen Abstecher an die Bar, an welcher Livemusik gespielt wurde. Für ein Tänzchen war ich zu diesem Zeitpunkt leider bereits zu entspannt (bzw. müde). Als ich schließlich ins Bett fiel, war ich bereits nach wenigen Stunden im Hotel so entspannt wie lange nicht mehr. Dabei hatte ich noch zwei ganze Tage vor mir.
Am nächsten Tag konnten neben den bereits berichteten Annehmlichkeiten zusätzlich das PowerSwim für ein bisschen Anstrengung und die Sportmassage für tiefe Entspannung beitragen. Ansonsten genoss ich natürlich wieder die verschiedenen Saunen, Blubberbäder und das Essen. Außerdem hab ich an diesem Tag die Vinothek für mich entdeckt, in der ich angenehm von Matthias empfangen wurde. Trotz meines begrenzten Weinwissens (Bordeaux liegt in Frankreich und Chardonnay ist eine Rebsorte) wurde nett geplaudert, während Matthias zunehmend Weine genau auf meinen Geschmack anpasste. Zudem durfte ich einen Blick in den üppigen Weinkeller erhaschen. Ich war nach dem kurzen Tasting so begeistert von seinem Wissen und dem Talent, immer genau den Wein zu finden, der noch einen Funken mehr nach meinem Geschmack ist als der vorherige, dass ich ihn für den Hauptgang am Abend einen Wein für mich aussuchen ließ. Natürlich passte dieser perfekt zu dem hervorragenden Abendessen. Der zweite Tag hatte es geschafft, die Begeisterung für das Hotel und die Mitarbeiter nochmals zu steigern, und ich ließ den Abend mit einem leckeren Cocktail an der Bar ausklingen. Wenn ich könnte, würde ich jeden meiner kostbaren Urlaubstage in diesem Hotel verbringen.
Das absolute Highlight des Urlaubs war dann der dritte Tag. Abgesehen davon, dass es mein Geburtstag war, gab es an diesem Abend das Gala-Menü, und zur Feier des Tages hatte Matthias am Vorabend eine Weinbegleitung vorgeschlagen, die das Essen und den Tag auf ein ganz neues Level gehoben hat. Ich habe selten einen so entspannten und schönen Geburtstag feiern dürfen. Während des Dinners durfte ich dann noch eine Weinflasche als Geschenk vom Hotelinhaber entgegennehmen. Ein sehr schöner Abschluss für den letzten Abend im Hotel.
Am nächsten Morgen hieß es nach einem erneut grandiosen Frühstück schweren Herzens Kofferpacken und Auschecken. Spätestens hier stand für mich fest, das war nicht mein letzter Besuch im Sport- und Wellnesshotel Jagdhof. Allein für weitere Weintastings und ein Whiskeytasting (für welches leider keine Zeit mehr war) muss ich wiederkommen. Das Hotel hat einfach all meine Erwartungen übertroffen, ich habe mich wohlgefühlt und es geschafft, in kürzester Zeit meine Energiereserven wieder aufzufüllen.
Die Eselsbrücke für alle Sinne
Kennt ihr das Emoji „Exploding Head“, bei dem die obere Hälfte des gelben, runden Gesichtes fehlt und bei dem aus dem aufgeplatzten Schädel eine große, pilzförmige Wolke aufsteigt – ähnlich wie eine kleine Atompilzwolke aus Rauch und Dampf? So fühle ich mich gerade. In wenigen Tagen steht meine Uni-Prüfung in „Biologische Psychologie II“ an und ich sitze inmitten meiner auf dem Bett verstreuten Karteikarten und habe keine Ahnung, wie all diese Begriffe in meinen Kopf sollen: Visus, Audition, Olfaktorik, Gustatorik, Somatosenorik, vestibuläre Wahrnehmung, Propriozeption, Thermozeption, Nozizeption,…
Das einzige Fremdwort, das wie ein Damoklesschwert über mir schwebt und mir nicht mehr aus dem Kopf gehen will, ist das Wort „Prokrastination“ und ich verfluche mich dafür, dass ich auch im 2. Semester Fernstudium Psychologie zu spät mit dem Lernen angefangen habe. Ich starre all die Buchstaben auf den Karteikarten an und spüre, wie Tränen in mir aufsteigen. Ich tippe kurz auf das Handy. 23:17 Uhr. Der Tag ist fast vorbei und ich bin hinsichtlich meines Lernplans völlig im Rückstand. Ich beobachte, wie das Handy-Hintergrundbild wieder dunkler wird, und nehme es im letzten Augenblick noch einmal wahr: Es zeigt die Wasserwelt des Mawell Resorts. Instantan sehne ich mich zurück nach Langenburg. Die zwei Tage mit meinem Mann waren so entspannt, selbst meine Nackenmuskulatur war zu diesem Zeitpunkt noch zart wie ein Rinderfilet. Jetzt würde ich gerne den silbrigen Schnitzelklopfer meiner Mutter ausleihen und damit meinen kompletten oberen Rücken bearbeiten, bis alle Faserstränge ihren massiven Widerstand aufgeben.
Verzweifelt starre ich wieder auf die Karteikarten. Langsam fangen die Buchstaben von „Nozizeption“ an, vor meinen Augen zu tanzen, und ich streiche mir müde mit meinen kalten Fingern großflächig übers Gesicht. „Ich brauche eine Eselsbrücke.“ Ich blicke erneut auf mein Handy, 23:32 Uhr. Mir kommt die zündende Idee: Werden in einem Wellnessurlaub nicht auch einige Sinne angesprochen? Ich schnappe mir meinen Notizblock und fange an zu kritzeln:
1. Visus – visuelle Wahrnehmung: Sportpool und Bar
Ich denke an den schönsten Sportpool, den ich jemals gesehen habe. Als ich den 50 Meter langen Mawell-Pool zum ersten Mal auf Instagram gesehen hatte, wusste ich, dass ich ihn live sehen wollte, dass dieses Resort auf meine Wellness-Bucket-List musste. Und meine Erwartungen wurden übertroffen:
Dem Innendesigner war es gelungen, eine Verbindung zur Natur in abstrakter Art und Weise zu erschaffen. Die tragenden Säulen neben dem Sportpool, die sich nach oben filigran verzweigen, erweckten in mir das Gefühl, dass sich die Kunst-Bäume und die grüne Natur hinter der riesigen Panoramaverglasung sanft überlagern. Für mich entstand eine fließende Grenze zwischen Innen und Außen und mir fiel es schwer, die wunderschönen Lichtreflexionen mit meinem ersten Schwimmzug zu durchbrechen. Die Äste begannen erst leicht zu tanzen, bis die Spiegelungen unscharf wurden, die Lichtpunkte kein klares Bild mehr ergaben und ich mich auf meine Schwimmzüge konzentrierte. Ich liebte das, was mein Auge hier wahrnehmen durfte.
2. Audition – Hörsinn
Erst jetzt, vor meiner Karteikarte, fällt mir auf, dass im Wellnessurlaub auch die auditive Wahrnehmung eine wichtige Rolle spielt. Bereits beim Frühstück spielte im Hintergrund leise Musik. Tagsüber begleitete mich das Plätschern des Wassers, das über den Rand des Infinitypools hinabfloss, und auch während der Massage schwebten beruhigende, sanfte Klänge durch den Raum.
3. Olfaktorik – Geruchssinn
Ich erinnere mich an meinen ersten Gang durch das riesige Resort. Unscheinbar, aber doch olfaktorisch präsent waren an unterschiedlichsten Orten Raumduft-Diffusoren aufgestellt. Auf dem Weg zum Essen stand auf einer metallischen Etagere, stilvoll eingebettet in andere Dekoelemente, ein Glasflacon mit der Aufschrift „Mawell – Home fragrance“. Die schwarzen Rattanstäbchen ragten aus dem Flacon heraus und ich kam nicht umhin, immer wieder im Vorbeikommen daran zu riechen. Egal, wo man sich befand, man war stets mit angenehmen Düften umgeben.
4. Gustatorik – Geschmackssinn
Das Mawell-Resort ist hervorragend geeignet, um die eigene Gustatorik besonders intensiv zu erleben und neu schätzen zu lernen. Schon am Morgen wurde ich durch die reichhaltige Auswahl beim Frühstücksbuffet dazu angeregt, viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen bewusst wahrzunehmen. Von frischem Obst bis hin zu regionalen Spezialitäten, das feine Dinner mit raffinierten Kombinationen und fein abgestimmten Aromen haben meinen Geschmackssinn (und auch den meines Mannes.) nachhaltig geschärft und positiv bereichert.
5. Somatosensorik – Tastsinn
Als ich am späten Nachmittag in Richtung der Saunen spazierte, bemerkte ich, wie unterschiedlich die einzelnen Bereiche des Resorts gestaltet waren. Insbesondere im Felsenbereich betrachtete ich nicht nur die verschiedenen Materialien, sondern stellte meine Wellnesstasche ab und berührte den Muschelkalk, strich langsam über das Juragestein, genoss die Schaumdusche und spürte das Holz der Saunabretter unter mir. Das war es wohl, was die Psychologen mit „taktilen Reizen“ meinen.
6. Vestibuläre Wahrnehmung – Gleichgewichtssinn
Ich habe einen neuen Favoriten unter den Sinnesbegriffen: Vestibulär. Mein Lieblingssatz ist ab jetzt „Das betreute Trinken im Mawell hat meine vestibuläre Wahrnehmung maßgeblich beeinflusst.“ Neben der Bar steht dort die Frontpartie eines klassischen GMC-Fahrzeugs, das auffällig violett lackiert und dessen Motorhaube geöffnet ist. Im Motorraum stehen viele Falschen mit Spirituosen und an der vorderen Stoßstange ist ein weißes Schild angebracht mit der Aufschrift: „Heute: Betreutes Trinken“. Ich denke, ich werde nicht näher darauf eingehen müssen, inwiefern der geöffnete Motorraum meinen Gleichgewichtssinn auf die Probe gestellt hat… Witzig war’s. Und ich bereue nichts.
7. Propriozeption – Tiefensensibilität
Immer wenn ich schwimme, merke ich, dass meine Propriozeption Schwerstarbeit leistet. Meine Arme rudern irgendwo durchs Wasser, meine Beine strampeln – und trotzdem weiß mein Körper ziemlich genau, wo alles gerade ist. Ohne dieses Körper-GPS würde ich wahrscheinlich aussehen wie ein überdimensionaler Seehund, der die Orientierung verloren hat, und ich bin dankbar für die Fähigkeit meines Körpers, die eigene Körperstellung wahrzunehmen, so dass ich halbwegs die richtige Bahn treffe, statt ständig mit anderen Wellnessuchenden zu kollidieren.
8. Thermozeption – Temperatursinn
Mir fällt immer mehr auf, was für ein vollständig durchdachtes Konzept „Wellness“ eigentlich ist. Keiner der neun Sinne wird vergessen, jede Wahrnehmung soll möglichst positiv und entspannend beeinflusst werden. Während sich die diversen Saunagänge wie der Aufenthalt in einem Glutofen für meine Haut anfühlen, liefert das Eis danach ein angenehmes, kontrolliertes Kälteerlebnis. Der Infinity-Pool mit Blick auf das Langenburger Schloss hat eine leicht höhere Temperatur als der Sportpool und gelegentlich zeigt mir meine Gänsehaut an, dass ich mich im Wasser auch einmal bewegen sollte.
9. Nozizeption – Schmerzsinn
Ich hänge immer noch an der Aussprache des Wortes „Nozizeption“ und es ist seltsam, dass auch der Schmerzsinn bei einem Wellnessaufenthalt angesprochen wird. Spätestens wenn man nach der Sauna eiskalt duscht, weiß man, was Nozizeption meint, jedoch sprach vor allem mein Rücken nach der Schröpfmassage eine eindeutige Sprache: Durch den Unterdruck der Massagecups wurden nicht nur tiefe Verspannungen und Verklebungen gelöst, sondern mein Rücken sah Tage später noch aus wie ein Kunstwerk mit dem Titel „Hämatom diffus“.
Während ich beginne, die einzelnen Worte zu wiederholen, sehe ich bei jedem Fachbegriff einen anderen Mawell-Moment vor meinem geistigen Auge und gehe in Gedanken durch das Wellnessresort: Vom plätschernden Sportpool (Visus + Audition), vorbei am Glasflacon (Olfaktorik) zum feinen Dinner (Gustatorik), die Spirituosenflaschen an der Bar berührend (Somatosensorik + vestibulär) und als schwimmender Seehund (Propriozeption + Thermozeption) auf dem Weg zur Schröpfmassage (Nozizeption)… Ich lache kurz nach Mitternacht, während ich an einen betrunkenen Seehund mit blauen Flecken im Mawell-Resort denke. Mir wird bewusst, wie leicht es mir nun fällt, mir mit dieser Eselsbrücke die neun Sinne zu merken . Und noch mehr wird mir bewusst, wie sehr ich den Wellnessaufenthalt in Langenburg genossen habe. Mit allen Sinnen.
Ein Wellnessurlaub in den Bergen bedeutet für mich mehr als nur ein paar Tage Auszeit – – es ist ein Stückchen Glück, das man mit allen Sinnen spürt, ein Innehalten und ein Wieder-zur-Ruhe-Kommen. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich auf dem Balkon meines Zimmers stand und in die Weite blickte. Genau dort entstand dieses Foto, das für mich nicht nur einen Ausblick, sondern die Magie dieses Moments festhält. Das Schwimmen im Panoramapool, hoch über den Tälern und fast auf Augenhöhe mit den Bergen, war unvergesslich. Das köstliche Essen war eine Wohltat für alle Sinne, und der Spa-Bereich schenkte Momente, die Körper und Seele berührten. Besonders die Alpaka-Wanderung zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht und brachte Leichtigkeit in den Tag. Ein Abstecher ins charmante Meran zum Bummeln machte diese Reise schließlich vollkommen.
Mein Mann schenkte mir zu unserem 1. Hochzeitstag am 21.06.2025 ein Wellnesswochenende für Ende Juli. Er verriet mir noch nicht wohin es geht und gab mir keinerlei Tipps. Überraschung pur - für mich eine Herausforderung, da ich unglaublich neugierig bin. Die Vorfreude stieg von Tag zu Tag. Geduldig sehnte ich den Freitag herbei, an dem die Fahrt los ging. Selbst das Navigationsgerät war bereits eingestellt, sodass ich auch hier noch nicht in Erfahrung bringen konnte, wohin es ging. Ich freute mich unglaublich, als wir Richtung Berge fuhren - ich mag die Berge sehr gern. Nach circa 1,5h hatte das Warten ein Ende. Wir parkten und gingen auf ein tolles Hotel zu - Schwarzbrunn 4 Sterne Superior. Ich war sehr überrascht - so ein Wellneswochenende haben wir bislang noch nie gemacht. Etwas ganz Besonderes. Der Hotelaufenthalt war unbeschreiblich. Wir genossen All Inklusive Essen - den ganzen Tag feinste Leckereien in einer tollen Auswahl, bei der für jeden etwas dabei war. Der Spa-Bereich war ein Highlight für sich. Super entspannend und traumhaft. Ein Besuch der nahegelegenen Wolfschlucht begeisterte uns sehr, da wir sehr gern in der Natur und vor allem in den Bergen unterwegs sind. Mein Ehemann war überglücklich als er meine strahlenden Augen sah. Die Überraschung war mehr als gelungen. Es war ein wunderschöner Aufenthalt. Der 1. Hochzeitstag wird lange in Erinnerung bleiben und wir freuen uns auf viele weitere glückliche gemeinsame Ehejahre.
Unser Hochzeitstag im Hotel Engel in Grän war himmlisch – kein Wunder, schließlich war ich ja mit meinem persönlichen Engel dort: meiner Frau. Beim Abendessen im Sonnenuntergang funkelte sie schöner als jeder Stern. Am Morgen plantschten wir lachend im traumhaften Natursee, fast wie zwei verliebte Kinder. Und dann die Saunaaufgüsse mit Jens – heiß, aromatisch und so atemberaubend, dass wir beide dachten, wir schweben direkt ins Wellness-Paradies. Ein Erlebnis, das Herz, Seele und Bauchmuskeln (vom Lachen) gleichermaßen verwöhnt hat. Wir kommen jedes Jahr hierher und fühlen uns inzwischen wie Zuhause – nur eben mit noch mehr Zauber, Liebe und Genuss.
Der Robinson Club Ierapetra auf Kreta ist ein zauberhafter Ort, der der Insel der Götter rechte Ehre macht. Poollandschaften, Saunen und Hamam-Behandlungen, die Aphrodite selbst eine Freude wären, kulinarische Genüsse vom Feinsten und ein endloser Strand am kristallblauen Meer..
Aber das Urlauberherz lechzt nach mehr als Meer. Es will entdecken und erleben.
Und da man ja auf sein Herz hören soll, wurde fix der Mietwagen gebucht.
Einen wunderbaren Wasserfall soll es da geben, haben sie gesagt. Ein bisschen nicht so einfach zu erreichen, haben sie gesagt. Aber es lohne sich auf jeden Fall, haben sie gesagt.
Ein wundervoller Wasserfall, der sich lohnt? Das wollen wir auf jeden Fall, haben wir uns gesagt.
Gerade erst von der frühen Sonne wachgekitzelt springen wir voller Entdeckerdrang ins Auto – um relativ direkt von der morgendlichen Weidetier-Rushhour ausgebremst zu werden. Wer bäht und bimmelt hat hier Vorfahrt, keine Frage. Weiter geht es von der größeren Straße, auf die kleinere, auf die noch kleinere, auf den Schotterweg, bis zum Ausgangspunkt der geplanten Wasserfallwanderung.
Schon die ersten Schritte entführen uns in einen Canyon, der vom Morgenlicht in Gold und Kupfer getaucht wie die Pforte in ein Paradies anmutet. Wir folgen entlang der immer höher werdenden Felswände, steigen über Felsen hinauf und hinab, beflügelt von dieser Traumwelt bewegen sich die Beine fast wie von allein. Das Grand Finale führt uns durch einen breiten Wasserlauf zwischen mittlerweile gigantischen engen Felswänden, um dann den Blick freizugeben auf .. eine absolut enttäuschende Ödnis.
Mh, hier ist mal definitiv noch kein Wasserfall, oder überhaupt Wasser, aber gut, das wird sicher noch. Wir laufen weiter, mittlerweile in der sengenden Sonne, die der dortigen Vegetation augenscheinlich genauso wenig bekommt wie uns. Hitze, Staub, knirschender Schotter, kilometerweit. Wir wünschen uns zurück in den goldenen Canyon, oder an den Pool im Robinson Club. Aber nicht ohne den Wasserfall gesehen haben. Tapfer folgen wir weiter den Pfaden, Markierungen und Steinpfeilen bis das Land endet und wir von hoch oben freien Blick auf das Meer haben, umringt von hell strahlenden Kletten, die sich eng an unsere Hosenbeine schmiegen – und diese nie wieder loslassen wollen. Aber immer noch kein Wasserfall. Bereits etwas ermüdet, leicht frustriert und hüfthoch verklettet geht es wieder abwärts.
Wir passieren einen freundlichen, jungen Hirten, der uns zum Glück bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Wasserfall wäre nicht so leicht zu finden. Nun, wir waren gewarnt. Er fügt dann noch an, wir sollten später einfach die Ziegen fragen. Bitte? Die Ziegen fragen? Jaja, genau, da weiter hinten dann 'look for the goats, ask the goats'. War das Code? War das ein Witz? War das unser Sonnenstich? In Gedanken, wie wir wohl am dümmsten gleich die Ziegen fragen, trotten wir weiter die Steigung hinab, um unten angekommen direkt wieder in einen Canyon einzubiegen. Diesmal breiter, weniger golden, weniger freundlich, schon mit kreisenden Geiern am Himmel. Und Ziegen. Ziegen die ringsum auf ihren Felsen stehen und uns erwartungsvoll anglotzen. Irritation ist eine freundliche Umschreibung unseres Zustandes in dem Moment. Wir mussten plötzlich alle fürchterlich lachen, über uns selbst und darüber wie konsterniert wir dort standen, weil keiner wusste, ob und wie man jetzt die Ziegen fragt. Die Endorphine durch das Lachen kamen gerade richtig, um die schweren Beine wieder zu aktivieren. Die gehörnten Gesellen haben wir dann nur freundlich gegrüßt und uns weiter in den Canyon gearbeitet, bis wir an ein erstes Tor kamen. 'Please close gate' stand darauf. Hm, dann darf man wohl passieren. 'Gate', 'passieren'. Des Rätsels Lösung hatte sich gerade in Form eines kümmerlichen Machendrahtzauntörchens selbst manifestiert. 'Gates' nicht 'goats' und 'pass' nicht 'ask'. Nicht 'Look for the goats, ask the goats', sondern 'Look for the gates, pass the gates' hatte der Hirte gesagt. Wir sollten also durch die Tore gehen, nicht die Ziegen fragen. Tschakka. Vielen Dank liebes Leben für diese amüsante kleine Eskapade ?
Als wären wir uns selbst nicht doof genug vorgekommen, wurden wir kurze Zeit später auch noch von einem Baumstumpf am Wegesrand ausgelacht, der uns mit seiner Fratze ganz deutlich machte, was er von uns hält.
Unbeirrt von seiner Häme liefen wir weiter, jetzt in einem Wald in einem Tal durch das sich ein Flüsschen schlängelte, das immer wieder strahlend blaue Pools füllte und bunte Blätter über glitzernde Kaskaden Richtung Meer gleiten ließ. Dieser zauberhafte Anblick mobilisiert die letzten Kräfte und zieht uns das Tal hinauf. Und da ist er dann endlich, 'unser' Wasserfall. Kein Angeber, der Wassermassen in die Tiefe rauschen lässt, sondern der perfekte Feingeist, der in seiner grünen Caldera seinen kühlen Vorhang für uns aufspannt und die Hitze des Tages und alle Anstrengungen des Weges vertreibt.
Auch wenn wir den Wellness-Bereich des Robinson Clubs an diesem Tag nicht von innen gesehen haben, war es trotzdem der perfekte Wellness-Tag für uns. Denn, gibt es etwas Besseres für die Seele als ein spannender Tag in der Natur mit Freunden, bei dem Anstrengungen mit einer traumhaften Naturdusche entlohnt werden?
Tatsächlich eigentlich ja. Nämlich genau so ein Tag mit einem guten Ziegenwitz als Sahnehäubchen ?
Es war so ein Bilderbuch-Urlaub, dass ich gerne so darüber berichten möchte, wie die schönsten Bilderbücher der Welt: Reisekataloge.
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Station 1: Mailand - das Urban Spa der Extraklasse
Italiens Modemetropole empfängt Sie wie ein luxuriöses City-Spa. Schon die Galleria Vittorio Emanuele II wirkt wie eine riesige Glaskuppel über einem Entspannungsraum, in dem man minutenlang nur den Blick nach oben richten muss, um sich wie unter einem lichtdurchfluteten Dachfenster zu fühlen. In einer Seitengasse erwartet Sie ein süßes Ritual: quaderförmiges Gebäck, unscheinbar von außen, doch gefüllt mit Vanille, die sich wie ein kleiner Detox-Moment auf der Zunge entfaltet.
Wer sich kulinarisch verwöhnen lassen möchte, findet in den Auslagen frische, farbenfrohe Pasta, die so köstlich zubereitet wird, wie sie aussieht. Im Schaufenster glänzen Bialetti-Kännchen neben Campari-Flaschen, kleine Souvenirs einer pulsierenden Auszeit zwischen Mode und Kultur. Die vielen versteckten Innenhöfe, in denen Pflanzen Wohnhäuser in Paläste verwandeln, sind wie willkommene Ruheräume im Stadtgetümmel. Und wer schließlich sein Wohlfühlprogramm krönen möchte, steigt hinauf auf das Dach des Mailänder Doms, wo beeindruckende Architektur und Ausblicke wie nirgends sonst auf der Welt locken.
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Station 2: Varese - das spirituelle Kneipp-Becken
Nur eine kurze Reise entfernt erwartet Sie der Heilige Berg von Varese, ein UNESCO-Welterbe und zugleich ein Ort der inneren Einkehr. Der Pilgerweg dorthin gleicht einem Kneipp-Becken für den Geist: Jeder Schritt erfrischt, jede Kapelle am Wegesrand wirkt wie ein kleiner meditativer Aufguss, der die Gedanken klärt und die Seele beruhigt.
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Station 3: Comer See - das Private-Lake-Retreat
Am Ufer des Comer Sees offenbart sich ein Rückzugsort, der mit keiner anderen Wellness-Reise vergleichbar ist: Im Victoria Beach Club in Menaggio entspannen Sie im Whirlpool unter freiem Himmel und anschließend in hochwertigen Seestrandliegen mit Blick auf Wasser und Alpen. Wer sich nach Bewegung sehnt, findet in den Bergen vor Bellagio sein einzigartiges Wanderparadies. Der Weg führt vorbei an friedlich grasenden Kühen, während sich unter Ihnen die Stadt und der See ausbreiten wie eine Natur-Massage für die Sinne.
Selbst eine öffentliche Toilette mit dem Blick durch eine runde Fensterluke direkt auf den See gleicht einem Panorama-Peeling für das Herz. Zwischen den Gassen von Bellagio wartet die nächste süße Versuchung: Gelato, cremig und bunt, Dolce Vita inklusive. Auf der letzten Station, dem hoch über Varenna gelegenen Castello di Vezio, erleben Sie Geschichte von ganz oben und können mit einem spektakulären Ausblick über das Herz des Sees Ihre Reise noch einmal Revue passieren lassen.
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Zwischen Aperitivo und Aussicht, zwischen Cappuccino und Caprese, tanken Körper, Geist und Seele neue Energie. Es ist eine Rundreise, die urbane Lebendigkeit und selige Stille vereint. Wie ein Wellnesshotel, dessen Lobby, Rooftop-Sauna und Infinity-Pool über ganze Städte verteilt sind.
Buchbar jederzeit. Verlängerung dringend empfohlen.
September 2024 – Sonnenalp, Ofterschwang
Liebes Tagebuch,
heute ist ein Tag, den ich mir früher oft vorgestellt habe. Und irgendwie fühlt es sich seltsam ruhig an, dass er jetzt wirklich da ist – ganz ohne großes Feuerwerk, aber trotzdem besonders. Ich sitze hier in der Sonne, auf der Terrasse der Sonnenalp, mit einem Cappuccino in der Hand und Tränen in den Augen – vor Glück. Es ist wirklich passiert. Ich bin tatsächlich hier.
In meinem Kopf schwirren die Erinnerungen von damals… wie wir jedes Jahr mit Mama und Papa ins Allgäu gefahren sind. Immer auf denselben Bauernhof. Zwei Wochen lang war der Sommer einfach gleich – wandern, im See schwimmen, auf die Alpe. Das gehörte immer dazu. Die Alpe war der Ort, an dem wir Getränke verkauft, Brotzeiten gemacht und Pferde aus Strohballen gebaut haben.
Auf dem Weg dorthin sind wir immer an diesem Hotel vorbeigekommen – der Sonnenalp. Schon als Kind blieb ich jedes Mal stehen oder presste die Nase an die Autoscheibe, voller Ehrfurcht vor diesem prächtigen, fast märchenhaften Hotel. Riesig, irgendwie elegant, ganz anders als alles, was ich kannte. Meine Mutter meinte immer, dass dort Politiker wie Helmut Kohl Urlaub machen – was das Ganze nur noch beeindruckender machte. Und in mir drin dieser leise Wunsch: Einmal will ich da rein.
Jetzt bin ich 29. Studium abgeschlossen, Referendariat überlebt, erstes Gehalt bekommen. Und zum ersten Mal das Gefühl gehabt, dass ich mir was leisten kann – also habe ich mir genau diesen alten Wunsch erfüllt. Zwei Tage Wellness mit meiner besten Freundin hier in der Sonnenalp. Ein kleines Geschenk an uns selbst nach all dem Stress, den Tränen, dem Durchhalten. Und jetzt sitze ich hier, höre die Kuhglocken im Tal, rieche das frisch gemähte Gras, fühle die Sonne auf meinem Gesicht und spüre, wie sich in mir ein Kreis schließt.
Der Blick ist genauso, wie ich ihn in Erinnerung hatte – diese Weite, diese sattgrünen Wiesen, die vertrauten Berge. Heute Nachmittag sind wir natürlich noch aufs Ofterschwanger Horn hochgelaufen – der Berg, den ich als Kind gefühlt jeden zweiten Tag erklommen habe. Und die Alpe, auf der ich damals geholfen habe, steht immer noch da wie eh und je. So schön bodenständig und unbeeindruckt von der Zeit. Ich musste lächeln, als ich sie gesehen hab. Ich hab kurz überlegt, wie oft ich da oben wohl schon gestanden bin. Ich wusste gar nicht, wie sehr mir das alles gefehlt hat. Anschließend haben wir einen großen Teil der Sonnenalp-Wellness-Welt erkundet – und wow, es ist einfach riesig. 20.00 m² pure Entspannung. Der Quellengarten war das erste, was mich wirklich beeindruckt hat: Der Blick auf die Berge und die frische, klare Luft, die den ganzen Raum durchzieht. Dazu der kleine, aber feine Bergsee, in dem ich einfach mal meine Füße baumeln lassen konnte. Irgendwie fühlt es sich dort an, als würde man mitten in der Natur baden – ohne jegliche Ablenkung.
Und jetzt sitze ich hier auf der Terrasse, Kaffee in der Hand, Sonne im Gesicht, und es ist einfach ruhig in mir. Kein Drama, keine riesigen Emotionen – aber ein stilles Gefühl von: Ja, das war wichtig. Und richtig. Heute ruht in mir ein glückliches, strahlendes inneres Kind. Es hat 29 Jahre gewartet – und nun darf es sich auf einem Sonnenliegestuhl zurücklehnen und sagen: Der Traum meines kleineren Ichs ist heute in Erfüllung gegangen.
Eine Woche Urlaub im Hochsommer im Juli in Oberstdorf , leider passte das Wetter nun mal überhaupt nicht zu unseren kurzen Wandershorts, den Sonnentops, auch für unsere Sonnenbrillen oder die Sonnencreme gab es nichts zu tun. Unsere Wanderstiefel waren zu einer Zwangspause verdammt.
Dafür winkte uns die Trettachspitze mit einem Glanz aus Puderzucker zu, die Regenpfützen lagen uns überall zu Füßen. Anstatt Schweißperlen, grüßten uns ringsherum die hüpfenden Regentropfen.
Mein Mann und ich benötigten dringend eine Auszeit von diesem Schmuddelwetter, wir überlegten hin und her. Die Rettung nahte am nächsten Morgen - nein - wir wurden nicht von einem wunderschönen Sonnenstrahl geweckt, sondern durch strömenden Regen. So entschlossen wir uns zur Buchung des Tageswellness-Angebotes im Hotel Tanneck in Fischen. Wir tauschten einfach kurzerhand die Wanderstiefel gegen unsere Badeschlappen. Dieser Tag, war ein von der 1. Sekunde an durchweg gelungener Urlaubstag. Das Hotel Tanneck ist ein behagliches Ruhenest, das schon beim Betreten entschleunigt und begeistert zugleich. In dem atemberaubenden Wellnessbereich, genossen wir
einen kompletten Tag, mit allem, was das Wellnessherz berührt. Egal, ob schwimmen, saunieren, relaxen, kneippen, oder leckeres Essen, besonders der Cappuccino-Kuchen ein Traum, alles war mehr als perfekt. Auffallend imposant war auch die Kuhstallsauna, die einem durch die 4, mit Viehscheid eigentlich 5 Jahreszeiten der Bergbauern trägt. Die Panorama Dach-Lounge mit Sole-Whirlpool,
wo man sich dem Himmel so nahe fühlt. Der Alpin-Park am schilfbewachsenen Naturteich mit Wasserfall, berieselt die Gäste von Kopf bis Fuß mit der Urkraft der Natur. Zum Ausklang, gönnten wir uns nochmal eine kleine Auszeit auf den Schwebeliegen, um nachhaltig Kraft zu tanken und bewusst kleine Momente der Dankbarkeit zu genießen. Erst gegen 20 Uhr kamen wir wieder gut erholt und total positiv gestimmt in unserer gemütlichen Ferienwohnung in Oberstdorf/Tiefenbach an.
Manchmal kann schlechtes Wetter doch auch etwas sehr Positives haben.
Ach, und siehe da, am nächsten Morgen, da gaben die Wolken doch langsam aber sicher die Bergspitzen wieder frei. Voller Freude beglückten uns die ersten blauen Wolkenlücken, zaghaft blitzte die Sonne um die Ecke. Wir machten uns auf den Weg, zu meinem persönlichen Lieblingsplatz im Allgäu, dem Moorweiher, nahe Oberstdorf, der perfekte Ort, um die Schönheit der Natur inmitten atemberaubender Bergkulisse, sowie die entspannende Atmosphäre, mit all ihren Facetten, voll und ganz zu genießen. Dieser Ort ist Wellness pur, für die Seele.
Vielen herzlichen Dank an die Angestellten des Hotel Tanneck in Fischen, für die sehr kurzfristige und unkomplizierte Buchung und den wunderschönen unvergesslichen Tag. Ein besonderer Dank an die freundliche Dame an der Rezeption, für den äußerst netten und zuvorkommenden Empfang.
Außerdem allen Glückspilzen, welche sich über die traumhaften Urlaube freuen dürfen, eine fantastische Zeit, welche von einzigartigen Momenten umgeben und geprägt sein soll.
Hochverehrter Obermeister der Saunameister,
Hochgeschätzte Hoteliers des Handtuch-Berg-Gipfels,
Sehr geehrte Vertreter des Fördervereins "Duftende Sauna",
Werte weitere Freunde der Kuren, Kulinarik und Klangschalen,
wir haben uns heute hier versammelt zur Verleihung des "Goldenen Bademantels" für den innovativsten Wellness-Urlaub ohne Wellness-Hotel. Zunächst möchte ich mich beim diesjährigen Sponsor bedanken, der Anti-Stress-Allianz - seit 2006 Ihr Partner fürs Wegnicken im Ruheraum.
Um Ihre weichgekneteten Muskeln nicht wieder zu verspannen, will ich Sie nicht weiter auf die Folter spannen: Der Gewinner ist die "Reise ins Baskenland als Genuss-Garant", geplant und genossen von Philipp B. aus dem Fanclub "Whirlpool-Wölfe".
Seine Reise begann in San Sebastián mit Körperpeeling für die Seele dank der einzigartigen Kombination aus rauen Atlantik-Felsen und sanften Sandstränden. Zwischen Spaziergängen entlang des spanischen Salzwasser-Spas und dem obligatorischen Staunen über die Surfer, entdeckte Philipp die Pintxos. Diese Tapas des spanischen Nordens beschrieb er begeistert als "sechsgängige Kneipen-Kultur-Verwöhnpension mit Miniatur-Köstlichkeiten". Jedes der kleinen luxuriös belegten Brötchen war ein kleines Aromatherapie-Erlebnis, von flambiertem Camembert über zarten Kabeljau bis hin zur kulinarischen Traumhochzeit von Chorizo und Wachtelei.
Weiter ging die Reise nach Santander, wo Philipp den perfekten Balance-Akt zwischen Entspannung und Kultur vollführte: Salat und Meerblick wie gemalt, untermalt von leidenschaftlich-spanischer Gitarrenmusik… und flüssiger Meditation dank baskischem Bier.
In Bilbao schließlich erwartete ihn eine spannende Kombination aus urbanem Wellness und Outdoor-Fitness. Auf einer Ruheliege in der grünen Lunge der Stadt ließ er den Blick über die Skyline schweifen, jeder Atemzug ein inhalatives Stadt-Spa-Erlebnis, jede Minute ein regenerierender Energieschub. Und doch, meine Damen und Herren, war Bewegung gefragt: Am Flussufer entpuppte sich ein "Outdoor-Fitnesstudio" als Krafttempel der Superlative. Von Cardio bis Klettern, vom Sprung über die imaginären Wellen bis hin zum meditativen Stretching am Geländer: Philipp meisterte alles mit der Eleganz eines sportlichen Wellness-Tempel-Stammgasts.
Seine Unterkunft im urigen Gästehaus mit einer imposanten Naturstein-Wand, die aussah, als hätten die Felsen selbst beschlossen, als architektonisches Spa-Feature zu dienen, bot ihm jede Nacht die Ruhe eines Plüschpolster-Paradieses. Die Steine strahlten ihre uralte Gelassenheit aus, die selbst die temperamentvollsten Whirlpool-Wölfe im Publikum neidisch gemacht hätte.
Und so zeigte Philipp B., dass Wellness zwar meist und möglichst in einem Ihrer vorzüglichen Hotels stattfindet… aber eben nicht immer. Und damit überreiche ich Ihnen hiermit den "Goldenen Bademantel" und hoffe, dass Sie sich damit nächstes Mal wieder in einer heimischen Wellnessoase in Spa-Schale werfen.
Herzlichen Glückwunsch :-)
Nach stressigen, arbeitsreichen Wochen haben wir uns auf Empfehlung ein Day Spa im Golfresort gebucht. Die beste Entscheidung, wie sich herausstellten sollte. Schon allein der wunderschöne Außenpool mit Blick auf das umliegende Grün war ein Traum. Die zahlreichen Saunen mit viel Platz sind auch hervorzuheben. Die Ruhebereiche waren ausgesprochen angenehm, abwechslungsreich und schön gestaltet. Wir haben uns super wohl dort gefühlt.
Kurzum, die Stunden, die wir dort verlebt haben, fühlten sich an wie ein perfekter Kurzurlaub. Eine absolute Wohltat für Geist und Sinne. Unsere Batterien waren wieder voll aufgeladen und wir hatten wieder ordentlich Kraft getankt.
Eine Woche durfte ich einen jungen Mann mit geistiger Behinderung im Hubertus Mountain Refugium bei seinem Urlaub begleiten. Wir bedanken uns herzlich, dass auch "besondere" Menschen willkommen sind und wir einen "besonders freundlichen" Preis bekommen haben.
Mit ihm zusammen konnte ich den Aufenthalt auf eine ganz andere Art und Weise kennen lernen. Noch achtsamer, gemütlicher und mit einer überaus besonderen Wertschätzung
Die Kräuter konnten wir direkt hinter dem Haus sammeln und den tollen infinity Pool haben wir besonders genossen, genauso wie den schönen Naturbadepool.
Am liebsten bei Regen "denn dann hüpfen die Tropfen so schön".
Mit den Seerosen und der wunderbaren Kühle war der Naturpool mein absolutes Highlight.
Und da wir im Allgäu waren tragen hier auch die Esel Glocken
Die 200 jährige Eibe ganz in der Nähe des Hotels hatte dann noch mein persönliches Eisbad (die Viehtränke ?) in absoluter Ruhe und mit bester Sicht.
Ich habe immense Flugangst, also entscheide ich mich, die Reise nach Cardiff, Wales via Zug anzutreten. Bereit für mein erstes Semester im Ausland und bewaffnet mit einer „ultraleichten“ Reisetasche ohne Rollen. Ultraleicht war die Reisetasche jetzt natürlich nicht mehr, schließlich beinhaltete sie nun Klamotten und Kram für sechs Monate Regenwetter (Wussten Sie, dass Cardiff die verregnetste Stadt ganz Großbritanniens ist?).
Ich war guter Dinge, aber sehr nervös, und die Reise ging los. Meine Eltern brachten mich um 5:30 Uhr an den Karlsruher Hauptbahnhof, wo mein Zug um kurz nach 6 Uhr nach Paris ging. Der Plan lautete: Karlsruhe – Paris: Gare de l‘Est – Paris: Gare du Nord – London – Cardiff. Die Reisedauer, fragen Sie sich? Insgesamt 8 Stunden, also absolut in Ordnung, wie ich finde.
Die Fahrt nach Paris verlief recht unspektakulär und ich kam pünktlich am ersten Bahnhof in Paris an. Zwischen der Gare de l‘Est und der Gare du Nord liegen circa 10 Gehminuten und ich habe genügend Zeit, um mir etwas zu essen und zu trinken zu kaufen und um mir die Route auf Google Maps anzusehen. Während ich also mit meiner ultraleichten Reisetasche – meine Mutter hatte sie mir aufgrund ihrer Ultraleichtigkeit ohne Rollen empfohlen – losstapfe, bemerke ich, dass mir das Gewicht doch etwas auszumachen scheint. Da ich knapp 18 Kilo ohne Rollen tragen muss und eben nicht rollen kann, fange ich an zu schwitzen und aus 10 Minuten werden 25. Aber kein Problem, ich habe sehr viel Puffer einberechnet, die DB ist ja schließlich nicht für ihre Pünktlichkeit bekannt.
Angekommen in der Gare du Nord schleppe ich mich und meine Tasche zum Eurostar-Schalter und halte einem freundlichen Mitarbeiter meinen Ausweis und meine Fahrkarte hin. Während er mein Ticket kontrolliert, versuche ich vergeblich, meine ebenfalls in ihr Auslandssemester gestartete Freundin zu beruhigen, deren Unterkunft neben Kakerlaken auch einige Sicherheitsrisiken wie eine einsturzgefährdete Decke beinhaltet. Doch dann holt mich meine eigene Realität wieder ein, denn der freundliche Mitarbeiter gibt mir zu verstehen, dass mein Ticket nicht funktioniert. Mein Herz rast, mein Französisch hat mich verlassen und ich ziehe meine ultraleichte Tasche hinter mir her in sein Büro.
Dort erklärt er mir, dass mein Ticket ungültig sei und mein Sitzplatz im Eurostar bereits vergeben ist. Ich starre ihn an und frage, was ich jetzt tun kann und er rät mir zu einem neuen Ticketkauf. Meine Mutter rät mir am Telefon nach einigen Versuchen, mich zu beruhigen, in das Ticket Office zu gehen und mein Problem dort zu schildern, ich habe schließlich 186 € bezahlt. Ich schleife mich und meine ultraleichte Reisetasche ohne Rollen an den besagten Schalter und schildere aufgelöst mein Problem. Die zwei Mitarbeiterinnen sagen mir recht direkt, dass ich keinen Platz im Eurostar mehr habe, aber gerne ein neues Ticket für den nächsten hier erstehen kann. Für 236 € (dass ich so meinen Zug von London nach Cardiff verpasse, muss ich sicher nicht erwähnen?). Ich bitte um etwas Bedenkzeit und rufe unter Tränen erneut meine Mutter an, die mich ermutigt, die 236 € in Kauf zu nehmen. Also hole ich mir die Zugfahrkarte für den nächsten Eurostar und begebe mich in den Wartebereich.
Die Fahrt im Eurostar nach London verläuft unspektakulär, ich sammle mich, esse und trinke etwas und suche nach den nächsten Verbindungen von London nach Cardiff. In London St Pancras angekommen, machen wir (meine treue Begleiterin, die ultraleichte Reisetasche ohne Rollen (ULROR) und ich) uns auf den Weg zum Bahnhof London Paddington, von wo aus der Zug nach Cardiff auch schon auf mich wartet. Ich informiere meine Eltern, dass wir losfahren und entspanne mich.
Nach circa einer Stunde Fahrt wird es um uns herum unruhig und die Leute beginnen, ihre Kopfhörer wegzupacken und ihre Taschen zu richten. Ich nehme das Ganze zwar wahr, aber ich fühle mich ganz und gar nicht angesprochen. Also schließe ich meine Augen und döse weg. Bis mich eine Schaffnerin freundlich, aber bestimmt darauf aufmerksam macht, dass dieser Zug nicht bis Cardiff fährt. Er endet außerplanmäßig in Bristol. Also packe auch ich meine Kopfhörer weg und wir begeben uns auf den Weg nach draußen. Auch hier rufe ich vollkommen aufgelöst meine Mutter an: „Jetzt stehe ich in Bristol. Was soll ich tun?“, frage ich panisch. Meine Mutter holt tief Luft und sagt mir, dass ich der Masse folgen soll und schauen soll, was sie macht. Also trotten wir, meine ULROR und ich, der aufgebrachten Masse hinterher. Unser Weg führt uns über endlos viele Treppenstufen, zumindest endlos viele für mich, zu einem riesengroßen Platz voller Busse, die in verschiedene Städte fahren. Etwas erleichtert suche ich den Bus, der mich nach Cardiff bringen soll und entdecke ihn recht weit hinten, aber das ist egal, er wird schon warten, wir sind ja gerade erst ausgestiegen, nicht wahr? Falsch. Der Bus fährt vor meiner Nase davon.
„Der Bus nach Cardiff ist einfach losgefahren.“, weine ich am Telefon. Meine Mutter rät mir geduldig und beruhigend, mich an andere Menschen zu halten, die möglicherweise auch nach Cardiff wollen und ich finde tatsächlich welche. Wir warten gemeinsam auf den nächsten Bus nach Cardiff und so langsam spüre ich eine bleierne Müdigkeit in mir aufsteigen.
Als ULROR und ich endlich im Bus sitzen, entspanne ich nicht, denn was hat mir das die letzten Male gebracht?
Gegen 20:30 Uhr erreichen wir Cardiff Central, ich kann es kaum fassen. Ich schreibe eine kurze Nachricht in den Familienchat, dass ich mir jetzt ein Taxi zu meinem Zimmer in die 7er-WG nehmen werde und gebe dann die Adresse dem Taxifahrer durch. Angekommen am Haus möchte ich bezahlen – und finde mein Portemonnaie nicht mehr. Es lag im Bus zurück nach Bristol… Aber das ist eine Geschichte für ein andermal.
Nach einem doch recht anstrengenden Auslandssemester, nicht nur aufgrund der Startschwierigkeiten, buche ich mir mit meinem Freund eine wundervolle Auszeit in einem Wellnesshotel, fernab von Zügen, Bussen – aber mit meiner treuen ULROR.
Einen Wellnessgutschein zum jährlichen Jubeltag von seinem Liebsten zu erhalten, macht wohl jede Frau überglücklich. Dies ist ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl an die lieben Männer.
Ich habe einen Gutschein für ein Wellnesswochenende im Hotel Jagdhof im wunderschönen Stubaital von meinem lieben Mann zum Geburtstag geschenkt bekommen und an einem lauen Maientag war es endlich soweit und wir besuchten den Jagdhof der Familie Pfurtscheller. Ruhe, weiter als das Auge reicht. Dieses Hotel ist ein Refugium das Körper, Geist und Seele auf höchstem Niveau verwöhnt. Es gibt allerlei Attraktionen in diesem fabelhaften Wellnesshotel zu erkunden und zu bestaunen. Da wären beispielsweise die urigen Jagdhof Stuben, in denen man sehr gediegen und vorzüglich speisen kann. Als Gast muss man unbedingt auch die große Bar bewundern, wo man Live-Musik lauschen und verlässlich einen gepflegten Abenddrink zu sich nehmen sollte. Äußerst sehenswert ist selbstverständlich auch der großzügige Wellnessbereich, der mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Saunen, Kaltwasserbecken und einem Kneippbecken aufwartet. Der geneigte Wellnessgast findet auch ein einzigartiges Chalet vor, in dem man die Fernsicht genießen kann. Es besteht die Möglichkeit sich auf den vorhandenen Wasserbetten im Rondell herrlich zu entspannen oder sich in der Teestation mit diesem aromatischen Heißgetränk zu stärken. Der schöne Außenpool mit angrenzender Liegewiese bietet einen unvergesslichen Ausblick auf die umliegenden Berggipfel. Mein Mann und ich sind viel gewandert und waren ob der einzigartigen Bergwelt und der unberührten Natur sehr beeindruckt. Die Natur zeigt sich im Stubaital wahrlich von ihrer allerschönsten Seite. Stadtmenschen, wie wir es sind, sehen Kühe endlich wieder einmal in der Realität als stattdessen nur in violetter Farbe gefärbt bei der berühmten Milka Werbung. Hier fällt es tatsächlich sehr leicht, im Einklang mit der Natur zu leben.
Aber ganz besonders die Menschen sind es, die den Jagdhof so einzigartig machen. Da wäre beispielsweise unser lieber Kellner Albert, der uns mit Tiroler „Schmäh“ und einer Wahrnehmungsfähigkeit, die ihresgleichen sucht, sehr zuvorkommend bedient hat. Man kann es kaum glauben, aber bereits am zweiten Tag hat er all unsere Frühstücks- und Getränkewünsche verinnerlicht und von selbst abgerufen. Ein herzliches Dankeschön gebührt auch dem flotten Barkeeper Thomas, der es besonders gut mit uns meinte und uns netterweise am Rouletteabend zahlreiche Jetons zukommen ließ. Wenngleich wir denselben Spieleifer wie Daniel Craig in Casino Royale an den Tag legten, war uns die Glücksfee an diesem Abend leider nicht hold. Die köstlichen Drinks trösteten uns jedoch über unsere Pechsträhne hinweg. Unbedingt erwähnen möchte ich auch die kompetente Masseurin Piroshka, die auf all meine Wünsche eingegangen ist und mich mit ihren wunderbaren Massagetechniken auf Wolke sieben schweben ließ.
Dies alles trägt dazu bei, dass man sich im Jagdhof als Gast sehr wohlfühlt und den Urlaub in vollen Zügen genießen kann.
Manch einer erlebt sogar ein spirituelles, ganzheitliches Erlebnis und davon möchte ich euch nun sehr gerne erzählen:
„Liebe Wellnesser, macht euch bereit, denn im Jagdhof weilen gute Geister jederzeit. Ihr werdet euch sicher fragen, was will ich nur damit sagen? Ein besonderer Zauber liegt hier in der Luft und auch ein lieblicher Saunaduft. Man findet eine magische Amethystsauna vor und diese öffnete mir sogleich ihr Tor“:
Es war ein willkommener Luxus, die Amethystsauna völlig leer vorzufinden. Ich schloss die Augen und begab mich wohlig seufzend in das Reich der Träume. Langsam merkte ich, wie ich völlig loslassen konnte und mich Klarheit und Ruhe umgaben. Meine Glieder fühlten sich schwerelos an und als ich meine Augen öffnete und das violette Licht des Amethysts betrachtete, kam mir urplötzlich eine Erkenntnis. Seit längerer Zeit habe ich schon an meinem derzeitigen Beruf im Büro gezweifelt. Das lange Sitzen und Starren auf den Bildschirm setzte mir schon körperlich und geistig etwas zu und an vielen Tagen sehnte ich mich nach einer erfüllenderen Tätigkeit vorzugsweise im sozialen Sektor. In meinem „Klartraum“ sah ich plötzlich fröhlich spielende Kindergartenkinder vor mir und mich als Erzieherin, die den mir anvertrauten Kindern ein Buch vorlas. Ich fand mich beim Lego spielen, basteln und musizieren wieder. Plötzlich kamen mir zwei kleine Jungs, die allerlei Schabernack trieben in den Sinn. Ich ermahnte sie nur ganz liebevoll ein wenig, als sie den Spiegel im Badezimmer rundherum mit Seife einschäumten, so dass überall bunte Blubberblasen umherschwebten. Anschließend sah ich noch zwei kecke Mädchen vor mir, die akrobatische Tanzübungen im Garten vorführten, bei denen sogar Shakira vor Neid erblasst wäre. Die große Überraschung aber war ein ganz besonderes Projekt mit den Kindern, das ich in meiner Vorstellung deutlich vor mir sah. Ich habe dabei mit den Kindern ein Tierheim besucht und die Kinder erfreuten sich ungemein an dem Anblick der verschiedenen Tiere und viele trauten sich zu, diesen auch einige Streicheleinheiten zukommen zu lassen. Ein Kind liebäugelte sogar damit, eine zuckersüße, schwarzfarbige Katze zu adoptieren und überlegte bereits fieberhaft, wie es seine Eltern von dieser Idee überzeugen konnte. Als wir wieder zurück in den Kindergarten kamen, wussten wir es ganz genau, wir wollten eine gemeinsame Spendenaktion für das örtliche Tierheim beginnen und dafür einen Basar mit Basteleien der Kinder eröffnen. Wie ich daher unschwer mithilfe des Amethysts erkennen konnte, war es mein Wunsch, mit Kindern, anstatt mit Bildschirmen zu arbeiten.
Zuversichtlich öffnete ich meine Augen wieder und da wusste ich endgültig, dass ich fortan als Erzieherin arbeiten wollte . Der violette Amethyst hatte mir dabei geholfen, Klarheit und Weisheit zu finden und mein Leben selbständig in die Hand zu nehmen. Ich war immens dankbar und fühlte mich wie neugeboren. Ja, ich würde ich es wagen und eine Ausbildung zur Erzieherin zu beginnen.
Es ist nicht unmöglich, im Wellnessurlaub eine wichtige spirituelle Erfahrung zu machen. Mittlerweile habe ich tatsächlich mit meiner Ausbildung zur Erzieherin begonnen und diesen gewagten Schritt nie bereut.
Mein erstes Projekt im Übungskindergarten steht bereits fest und es wird von Tieren und den liebevollen Umgang mit Tieren handeln. Selbstverständlich wird auch die Spendenaktion zeitnah umgesetzt werden und ich freue mich bereits sehr darauf, mit den Kindern gemeinsam zu basteln. Kleine Anekdote zum Ende: Mit Kindern erlebt man tagtäglich allerlei lustige Sachen. Neulich war doch glatt das Toilettenpapier um sämtliche Hausschuhe der Kinder gewickelt und mit einer dekorativen Schleife verziert. Der kleine „Missetäter“ Pauli meinte, dass er die Schuhe ja nur als Geschenk für die anderen Kinder verpackt hätte. Diese lustigen Erlebnisse sind es, die einen Kindergartenalltag so aufregend und abwechslungsreich machen. Für mich ist aber auch die große Freude der Kinder, wenn sie mich morgens begrüßen, etwas ganz Besonderes, denn in welchem Beruf erwartet einen schon jeden Morgen aufs Neue sein eigener Fanchor? Jeder noch so kleine Entwicklungsschritt meiner mir anvertrauen Kinder erfüllt mich mit großer Freude. Anstatt wie früher mit Zahlen zu jonglieren, jongliere ich nun gelegentlich mit Stofftieren und Bausteinen. Ich weiß, dass ich mit großer Hilfe des Amethysts die richtige Entscheidung getroffen habe, und werde mich noch lange an diese spirituelle Erfahrung zurückerinnern.
Ich wünsche allen, die zukünftig die Amethystsauna besuchen werden, eine Zeit der Klarheit, Weisheit und Inspiration. An dieser Stelle bleibt mir nur noch übrig, der überaus herzlichen Gastgeberfamilie und ihren höchst engagierten Mitarbeitern meinen Dank für eine unvergessliche Zeit zu übermitteln.
Es war Montag. Ein Montag, wie er im Buche steht: drei Meetings, zwei Deadlines, null Pausen. Mein Laptop beschloss pünktlich um 16 Uhr, ein Update einzuspielen, und der Drucker spuckte nur leere Blätter aus – vermutlich aus Solidarität. Kurz: Der Tag war ein tanninhaltiger, schwer verdaulicher Billigwein.
Als ich nach Feierabend endlich nach Hause kam, war mein Energielevel irgendwo zwischen „leerer Akku“ und „Stein“. Ich ließ mich aufs Sofa fallen, das mittlerweile mehr über meine Lebenskrisen weiß als mein Therapeut, zündete den Kamin an und schenkte mir ein Glas Rotwein ein. Der Rotwein im Glas schimmerte verheißungsvoll – ein letzter Rest Würde an einem ansonsten desorganisierten Tag. Ich schwenkte das Glas und die Flammen spiegelten sich darin wider, als wollten sie mir zuflüstern: „Na los, komm doch rein – hier unten findest du deine relaxatio.“ Und plötzlich hatte ich das Gefühl, dass nicht der Wein sich bewegte, sondern ich mich selbst. Ich schmunzelte und versank in den Tiefen meiner Bayerwald-Cuvée…
… und ich landete im Lindenwirt in Drachselsried.
Der Wein hatte mich tatsächlich dekantiert – raus aus dem stressigen Alltag, rein in eine Welt, die definitiv keine To-do-Listen kannte. Ich blinzelte, schaute mich um und atmete tief ein. Ich spürte, wie der Tag langsam aus mir wich – und vor mir breitete sich der Lindenwirt aus wie ein Wein im Glas, der sich langsam öffnet und nur darauf wartet, mit allen Sinnen verkostet zu werden:
Farbe – Rubinrot trifft Lindengrün
Zuerst fällt mir die Farbpalette ins Auge: das strahlende Grün der namensgebenden Linde im Hof, das Steingrau der Polstermöbel in der Lobby, das bernsteinfarbene Licht der flackernden Kerzen und die warmen Holztöne. Es wirkt, als hätten Architekt und Natur zusammen eine Cuvée gemischt, die Ruhe und Behaglichkeit in mir ausbreitet. Ich lehne mich kurz zurück und merke, wie allein diese Farbwelt meinen Montag vergessen lässt.
Aroma – Bukett aus Fichtennadel, Zirbenholz und Butterkuchen
Ich atme tief ein. Nicht dieses „Wellnesscenter-Vanille“-Gedöns – nein: Hier riecht es nach echter Luft, nach Bayerwald, nach Holz und einem Hauch von frisch gebackenem Butterkuchen aus der Küche, der wahrscheinlich gerade aus dem Ofen kommt und meine Diät unterwandern will. Im Spa weht ein feiner Duft von Zirbe, und ich kann fühlen, wie mein Cortisolspiegel beim Einatmen fällt. Dieser Hausduft könnte gut und gern „Lindenwirt Nr. 5“ heißen – sanft, authentisch und eindeutig nicht im Drogeriemarkt erhältlich.
Geschmack – Vom Gaumen bis zur Seele
Beim Frühstück greife ich zu einem frisch gepressten Orangensaft, dazu ein Vollkornbrötchen mit selbstgemachter Nussbutter, Quark und frische Beeren. Jeder Bissen schmeckt wie ein perfekt ausbalancierter Wein: die Säure des Obstes, die cremige Textur des Quarks, die nussige Tiefe der Butter. Ein Schluck Kräutertee bringt eine zitronige Frische, die mich auf den Tag vorbereitet. Abends im Restaurant wird serviert, was man nur „essbare Entschleunigung“ nennen kann. Ein Sellerieschaum mit Trüffelduft, der mich spontan zu einem besseren Menschen macht. Ein Hauptgang so fein abgeschmeckt, dass ich kurz überlege, den Koch zu adoptieren. Das Dessert (Kaiserschmarrn mit Vanilleschaum) bringt mich an den Rand der spirituellen Erleuchtung – oder zumindest an den Rand meines Gürtellochs. Ich erkenne: Geschmack im Lindenwirt stillt keinen Hunger. Er berührt etwas Tieferes. Vielleicht den Magen – vielleicht aber auch einfach die Seele.
Körper – Getragen von Wasser und Wald
Der Naturbadeteich lädt ein, und ich tauche hinein: Das Wasser ist klar, frisch und erweckt jeden Sinn. Kleine Kiesel am Beckenrand kitzeln meine Fußsohlen wie feine Mineralnoten in einem edlen Rotwein. Anschließend folge ich dem hauseigenen Weg der Stille, vorbei an den sieben Kraftplätzen, wo Quellen, Felsen und weicher Waldboden zu sehen und spüren sind. Jeder Schritt fühlt sich an wie ein Gespräch mit der Natur, das den Rhythmus meines Alltags verlangsamt. Später lasse ich mich in den Ruheräumen, die wie ein Waldrefugium scheinen, nieder. Während ich tief ausatme, spüre ich, wie Anspannung und Hektik von mir abfallen. Im Lindenwirt fühle ich mich wie ein Wein, der lange im Barrique gereift ist: sorgfältig gelagert, wohlig gewärmt und bereit, seinen vollen Charakter zu entfalten.
Abgang – Mit Tiefenentspannung
Nach der Schröpfmassage liege ich noch einige Minuten im Ruheraum. Die Unterdruckcups haben meine Rückenverspannungen gelöst, jeder Muskel summt zufrieden. Ich schließe die Augen und fühle den Moment. Jede Bewegung, jeder Atemzug hallt nach, wie der lange Abgang eines feinen Rotweins, der sich sanft im Gaumen verteilt. Stunden später noch spüre ich das Wohlgefühl in Armen und Beinen, in Schultern und Nacken – ein Nachklang, der den Stress des Montags endgültig vertreibt.
Alter & Reifung – Voller Charakter
Der Lindenwirt ist kein junges, hippes Trendhotel. Er ist ein gereifter Jahrgang mit Rückgrat und Geschichte. Hier wird nichts überinszeniert, keine Selfie-Wand, kein „Silent Spa mit Bluetooth-Box“. Der Lindenwirt zeigt seine Reife in jedem Detail: Holz, edles Grau, Naturbadeteich, Pfad der Stille, sieben Kraftplätze – alles ist sorgfältig aufeinander abgestimmt. Nichts ist gehetzt, alles ist harmonisch, bedacht und voller Persönlichkeit. Diese subtile Eleganz muss man nicht laut aussprechen – man spürt sie. Wie ein Wein, der weiß, was er kann, und nichts beweisen muss.
Langsam öffnete ich die Augen: Der Kamin knisterte, der Wein war fast leer, und das Sofa, auf dem ich gelandet war, sah genauso aus wie vor meinem Ausflug in den Bayerwald – nur dass ich mich jetzt wie neugeboren fühlte. Mein Handy blinkte: zwölf neue E-Mails, To-do-Listen, Erinnerungen, Termine. Ein Montag im Schnelldurchlauf. Normalerweise würde mich das in Panik versetzen. Doch jetzt, in diesem Moment, fühlte sich alles plötzlich weit weg an. Ich lehnte mich zurück, nippte noch ein letztes Mal am Glas, lächelte und dachte: Dieser Lindenwirt ist kein alltäglicher Tropfen. Er ist ein Jahrgang, den man nicht vergisst. Kein Wein für Zwischendurch, sondern einer zum Genießen mit langem Nachhall. Wellness im Lindenwirt hört nicht auf, nur weil das Glas leer ist. Es lebt von den Erinnerungen, von den kleinen Momenten zwischen Wasser, Wald und Kamin. Und während schon wieder die nächste E-Mail aufploppte, wusste ich: Ich werde nachbestellen.
Wir haben die zeit so sehr genossen und würden so schnell wir möglich gern wieder zu Gast in diesem Resort sein. Wir haben uns super wohl gefühlt und können es jedem mehr als wohl gefühlt. Unser Zimmer war direkt am Meer gelegen. Die Anlage ist groß und verfügt über mehrere Strandabschnitte, Liegen und Sonnenschirme. Auch ein angrenzender Tierpark mit Eseln, Schweinen, Gänsen, Ziegen und vielem mehr gehört zum Hotel und ist super um hier zeit zu verbringen. Mit oder auch ohne Kinder perfekt für einen besuch. Wir würden jederzeit wiederkommen.
Akt Eins - Vorfreude
Wir schreiben den 12. September 2022. Es ist ein herrlich sonniger Tag in Kristiansand, Norwegen. Drei Studentinnen freuen sich nach einem anstrengenden Unitag auf eine entspannte Wanderung in einem Waldgebiet außerhalb der Stadt, etwa 20 Minuten mit dem Bus entfernt. Sonnenuntergang: 19:54 Uhr. Dunkelheit in einem Wald: viel, viel, viel früher.
Unser Auslandssemester ist nun zur Hälfte vergangen und während wir bereits recht viel von Norwegen gesehen und bestaunt hatten, war Kristiansand und seine Umgebung etwas zu kurz gekommen. Was bietet sich also besser an, als ein netter Rundweg ganz in der Nähe?
Ausgestattet mit Abendbrot, Wasser und bester Laune machen wir uns auf den Weg. Der Rundweg war uns von unseren Mitstudierenden wärmstens empfohlen worden und wir wissen daher auch, dass der Beginn des Weges hinter einer Tankstelle liegt - etwas versteckt also. Wir nehmen um 16 Uhr den Bus, quatschen und lachen.. und verpassen unsere Haltestelle. Kein Problem, dann beginnt unsere kleine Wanderung eben etwas früher und wir marschieren los zur Tankstelle. Etwa vierzig Minuten brauchen wir, auch weil wir die Tankstelle zuerst nicht finden und vor allem den Weg hinter die Tankstelle (und damit den Beginn der Wanderung) nicht auf Anhieb erkennen können. Aber was soll´s? Dann eben ein bisschen später. Ein einstündiger Rundweg, gute Gesellschaft und Abendbrot - was kann schon schiefgehen?
Akt Zwei - Zweifel
Es ist inzwischen 17:15 Uhr. Keine der Studentinnen macht sich Sorgen um die Uhrzeit.
Der Weg führt uns kurz über moosbewachsene Steine, riesige umgefallene Bäume und einige Steinstufen, dann empfängt und eins Schild: "Lille Preikestolen", kleiner Preikestolen, steht darauf. Wir hatten wenige Wochen zuvor den großen Preikestolen bei Stavanger bestaunt und freuen uns jetzt auf seinen kleinen Bruder.
Gekennzeichnet ist dieser Weg blau, wir müssen also den vielen blauen Punkten auf den Bäumen und Felsen folgen, um wieder hierher zu kommen, genau wie es uns beschrieben worden war. Also los. Es ist ein wunderschöner Weg durch den Wald, wir sehen letzte Blaubeeren an den Sträuchern und freuen uns über die Waldluft. Guter Dinge spazieren wir auf dem Weg, folgen den blauen Punkten, die uns über glatte Felsen, kleine Trampfelpfade und entlang hoher Felswände führen und merken bald, dass wir Hunger bekommen. Als wir an einem riesigen See ankommen, beschließen wir, unser Essen mit dieser Aussicht zu genießen. Es ist jetzt 18:15 Uhr. Beunruhigt uns das? Nein, wir sind eben bequem spaziert. Dann dauert es eben ein bisschen länger, es ist noch hell und wir haben sicher über die Hälfte bereits geschafft. Wir essen also gemütlich und beschweren uns über die Uni, über die Präsentation, die wir morgen halten müssen und planen unseren nächsten Trip.
Gestärkt machen wir uns gegen 18:45 Uhr auf zum Endspurt. Noch eine halbe Stunde, denken wir, dann sind wir zurück an der Tankstelle und belohnen uns mit einer Tafel Schokolade für umgerechnet 10€. Wir sprechen weiterhin gut gelaunt miteinander und folgen den blauen Punkten auf Baum und Fels, auf Stock und Stein. Bis wir merken, dass wir die blauen Punkte nicht mehr ganz so gut erkennen. Wieso? In einem Wald bricht die Dunkelheit viel früher herein, lange, bevor die Sonne untergeht.
Wir reden jetzt etwas weniger, konzentrieren uns auf dem Weg und auf die Punkte, landen schließlich an einer Brücke, die uns über einen kleinen Fluss führt. Kurz ist es noch dämmrig-hell, dann schalten wir unsere Handy-Taschenlampen ein und überqueren die Brücke, die uns zurück in den Wald führt und damit in die Dunkelheit.
Akt Drei: Verzweiflung
Es ist 20:30 Uhr. Und dunkel.
Wir versuchen uns in Scherzen. Reden uns ein, dass wir uns nicht verlaufen haben, sondern dass wir lediglich langsam laufen und wirklich gleich die Tankstelle sehen. Wir reden jetzt auch etwas gezwungener miteinander, jede einzelne von uns höchst bemüht, ihre aufkeimende Panik zu unterdrücken. Machen wir morgen Burger (Ich breche mir gleich den Knöchel)? Ja, sehr gerne, wollen wir auch Pommes dazu (Wo ist der nächste blaue Punkt)? Ich bin nicht sicher, ob wir zwei Burger pro Person brauchen, wenn wir Pommes haben (Und ich bin nicht sicher, ob wir es überhaupt noch zu den Burgern schaffen).
Immer weiter streifen wir praktisch blind und nur mit unseren (wirklich schlechten) Handy-Taschenlampen durch den stockdunklen Wald: Stine vorne sucht fieberhaft und wie besessen nach dem nächsten blauen Punkt, Rica in der Mitte murmelt leise vor sich hin und ich hinten rechne andauernd fest damit, dass uns gleich ein Wildschwein oder ein Elch erwischt. GoogleMaps findet zwar unseren Standort, kann uns aber nicht helfen, wir gehen jetzt links von einer (oder der von vorhin?) hohen Felswand entlang. Was rechts von uns ist, können wir nicht genau sagen, weil wir das Licht nicht vom Weg wegleuchten wollen. Meine Mutter fragt, wie die Wanderung war. Ich lüge ihr und mir vor, dass wir gleich wieder zuhause sind, dass wir nur noch was gegessen haben. Weiter geht´s. Akku sparen.
Es ist inzwischen kurz vor 22 Uhr und wir reden kaum noch, vor allem, weil wir alle drei sonst unserer Fantasie freien Lauf lassen würden. Ich male mir aus, dass wir die Bergrettung rufen und die Nacht zusammengekauert im Wald verbringen müssen. Stine bedauert, dass wir zu wenig Wasser dabei haben und Rica sorgt sich seltsamerweise über unsere Präsentation. Mehrmals fallen wir hin, helfen uns gegenseitig wieder auf und stolpern weiter, immer auf der Suche nach dem. nächsten. blauen. Punkt.
Wir schwitzen, keuchen vor Anstrengung und unterdrückter Panik. Getrunken wird nur noch in allergrößter Not, aber meiner Meinung nach befinden wir uns gerade da. Ich hatte mich geirrt. Nach weiteren quälend langen Minuten voller Hirngespinste und Kratzern bleibt Stine plötzlich stehen. Ich laufe, vollkommen in dem Horrorfilm gefangen, der sich in meinem Kopf abspielt, in Rica hinein, die natürlich zu Boden geht. Wir beide fragen, was denn los sei und Stine spricht die einzige Sache an, die unsere Situation noch etwas ungemütlicher macht. Sie sieht keine blauen Punkte mehr. Ruhe bewahren oder weinen? Wir entscheiden uns für beides. Laufen mehrere hundert Meter zurück, zum letzten bekannten blauen Punkt und gehen von dort aus auf die Suche nach dem nächsten. Aber wir finden keinen mehr.
Wir beschließen, unser letztes Wasser zu trinken und einfach dem Pfad zu folgen, kein noch größeres Risiko einzugehen. Weiter und immer weiter stapfen wir durch Norwegen, Stines Handy ist bereits leer, mein Akku spinnt sowieso und Ricas Handy ist schon lange im Stromsparmodus.
Und dann sehen wir sie: die gelben Schilder der Tankstelle, vielleicht 200 Meter entfernt.
Akt Vier - Ekstase
Es ist 00.17 Uhr. Drei junge Frauen stolpern in den hellerleuchteten Tankstellenshop.
Der letzte Schritt raus aus der Hölle fühlt sich an wie eine Wiedergeburt. Wir können nicht fassen, dass wir die Nacht nicht im Wald verbringen müssen, dass wir nicht von Wildschweinen oder Elchen angegriffen wurden (seltsam.) und dass wir die Präsentation halten können (was ein Glück.). Etwas hysterisch lachend begeben wir uns in die Tankstelle, kaufen etwas Süßes und etwas zu trinken und verfluchen den Wald und die Farbe blau. Bis wir zuhause sind, ist es ungefähr 1 Uhr und wir alle drei würden am liebsten zwölf Stunden durchschlafen.
Jetzt, wo einige Zeit vergangen ist und ich mit einem etwas anderen, rationaleren Blick auf die Geschichte schaue, fällt mir eine ganz entscheidende Sache auf: Wir haben uns auf jeden Fall verlaufen, denn der "Lille Preikestolen" war uns leider nie begegnet.
Zurück in Deutschland buchten wir uns eine wunderschöne Auszeit im Wellnesshotel. Wir bewegten uns keinen Meter aus der Anlage heraus, was aber auch überhaupt nicht nötig war - wir hatten alles, was wir brauchten, sogar Bewegung.
Mein Mann und ich wollten 4 Tage eine kurze Auszeit im Münsterland machen. Klingt erstmal nicht spektakulär. Wir hatten eine tolle Zeit dort und konnten uns super erholen. Wir hatten viel Spaß und auch wenn das Münsterland nicht weit weg ist, strahlt es jede Menge urlaubsfeeling aus. Die Ferienwohnung war klein. 35 Quadratmeter aber das hat uns gereicht. Wir brauchten sowieso nur uns. Der Urlaub ging 5 Tage. Ein paar Wochen nach unserem Urlaub dann die freudige Nachricht: wir bekommen ein Baby.. Nach dem Besuch beim Frauenarzt war klar: der kurze Urlaub im unspektakuläre Münsterland hat uns unser kleines Wunder geschenkt, woran wir garnicht mehr geglaubt haben.
Leise, ganz leise, höre ich den weichen Ton der Panflöte und fühle mich wie ein Adler, der frei und leicht über die Wipfel der Bäume gleitet, das Grün der Blätter und das Dunkelgrün des Amazonasflusses überblickend. Die Wärme der Panoramasauna verstärkt die Illusion weit, weit weg zu sein. Weg vom Alltag, den Sorgen, einfach sein - im Hier und Jetzt, das Morgen ist noch fern.
Dann öffne ich meine Augen und was ich sehe ist ein farbenfroher Herbstwald: Indian Summer im Bayerwald - nicht weniger schön als in meiner Traumreise von vorhin.
Und das ist nicht das einzige schöne Erlebnis im St. Gunther: Ein herzlicher, unkomplizierter Empfang an der Rezeption lässt uns relaxed in unseren Wellnesstag starten. Der Frühstücksraum ist geschmackvoll und gemütlich eingerichtet, die Tische liebevoll gedeckt und auf der Serviette erfreut uns ein "Schön, dass Du da bist." Zum Geniessen
erwartet uns ein Büffet, das sich sehen lassen kann. Eine riesige Auswahl an Cerealien und Superfoods wie Hanf- oder Chiasamen, verschiedene Joghurts, pflanzliche Milchalternativen für VeganerInnen und köstliche Früchte von A wie Ananas bis Z wie Zitrusfrüchte sorgen für einen "gesunden" Start in den Tag. Auch Fleischtiger kommen nicht zu kurz, denn hier liefert die hauseigene Metzgerei ihre Köstlichkeiten. Käse, vegetarische Aufstriche, Eierspeisen und gebratenes sowie rohes Gemüse, verschiedene Brotsorten und ein Gugelhupf sowie Gebäckteilchen runden das Ganze ab. Flüssiges gibt es am Kaffeeautomaten, wo auch Teeliebhaber aus einer Vielfalt von Mischungen auf ihre Kosten kommen. Daneben stehen auch feine Säfte zum Degustieren bereit. Kurzum: hier findet sich jeder etwas. Und wer nicht ist selber schuld.
Frisch gestärkt packen wir unsere weichen Filz-Wellnesstaschen und gehen los in Richtung Wellnessbereich. Auf dem Weg durch das Hotel fallen uns immer wieder kleine Details auf: alles ist wunderschön und mit viel Liebe dekoriert. Auch das sogenannte Saunadorf kann sich sehen lassen: 7 verschiedene Saunen, Erlebnisduschen, Nebelduschen mit Wasserfall, ein kleiner Barfussweg, ein tolles, beheiztes Aussenbecken mit Rundblick auf den Bayerwald sowie ein Indoorpool, bei dem wieder auffällt, wie stimmig hier alles gestaltet wird: an der Wand sind die Bayerwaldberge aus Stein nachgebildet und beschriftet und auf den grossen Panoramafenstern mit Sims laden Kissen zum Anlehnen und Innehalten ein.
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