Wellnesshotels

Wellnessurlaub nach dem Corona-Lockdown

Hoteltesterin beschreibt die neue Urlaubs-Realität in Österreich

Andrea Labonte Hoteltesterin Kolumne von Andrea Labonte
Endlich wieder Aufbruchstimmung: Neues entdecken statt Lagerkoller. Die Hoteltesterin Andrea Labonte ist zum Restart im österreichischen Mieming unterwegs. Hier beschreibt sie, wie ein Tiroler Wellnesshotel die Corona-Maßnahmen zum Schutz der Gäste umgesetzt hat. Und was sich verändert hat.

Angekommen in der neuen Hotel-Normalität

Badeteich Wellnesshotel Hygiene Sauna
Im ungechlorten Badesee des Saunadorfs gilt eine Abstandsregel von drei bis vier Metern zu anderen Gästen.
Die Anreise in das malerische Mieming ist immer noch genauso eindrucksvoll wie früher. Die Bergspitzen recken keck ihre Köpfe in den Himmel und das satte Grün der Almwiesen lässt mich beinahe vergessen, dass auch hier die Welt für zwei Monate stillstand. Allerdings werde ich vor der Hotelpforte durch den Mundschutz tragenden Portier sanft daran erinnert, dass das alles verändernde Virus seine Schatten auch über dieses Tiroler Idyll geworfen hat. Ich ziehe mir ebenfalls den Mundschutz über und betrete die Lobby. Dabei bin ich als Gast nur beim erstmaligen Betreten der Rezeption, des Restaurants, an den Buffets oder bei den Spa-Behandlungen, im Shop und im Hotel-Friseur angehalten, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Die Angestellten begegnen mir hingegen in allen Bereichen des Hauses immer mit Gesichtsvisier oder einer Maske.

Fensterln zur Begrüßung

Zur offiziellen Begrüßung wird dann erst einmal eine Runde „gefensterlt“, wie der Tiroler in Pandemie-Zeiten zu sagen pflegt. Denn eine Plexiglas-Schutzwand gibt sowohl mir als auch der Rezeptionistin ein sicheres Gefühl. Nach der langen Isolation, merke ich, wie gut mir das Lächeln tut, das mir die Empfangsdame durch ihr transparentes Gesichtsvisier entgegenstrahlt. Doch nicht nur die Plexiglasscheiben an der Rezeption sind neu, auch die Bestuhlung in der Hotel-Lobby wurde im Vergleich zu unserem letzten Besuch etwas entzerrt. Zeitschriften und Prospekte wurden wohlweislich entfernt. Die hoteleigene App informiert die Gäste digital über das Aktivitäten- und Sportprogramm, durch die Anmeldung per App entfällt auch die analoge Form per Stift und Papier an der Rezeption. Speisekarten oder Wettervorhersagen sind ebenfalls über die App abrufbar, auch die Anmeldung zum Kinderclub ist voll digitalisiert. Eine zeitgemäße Anwendung, die sich gerade in Zeiten von Corona größter Beliebtheit erfreut. Den Willkommensdrink genießen wir in sicherem Abstand zu anderen Gästen. Dieser beträgt in Österreich einen Meter. Und während ich an meinem Begrüßungsgetränk nippe, fallen mir die diversen Desinfektionsspender ins Auge, die mich immer wieder daran erinnern, meine Hände mehrmals täglich gründlich zu waschen und zu desinfizieren.

Hygienekonzept für Zimmer & Suiten

Vor dem Aufzug, der uns auf unser Zimmer bringt, befindet sich ein weiterer Desinfektionsspender. Kerstin, die uns den Weg in unsere Unterkunft weist, informiert uns über das Reinigungskonzept, das vom Einsatz spezieller Viruzide über die Verwendung zimmereigener Einweglappen reicht. Dabei seien immer dieselben Reinigungskräfte für die gleichen Zimmer und Suiten zuständig, damit sich ein möglicher Virus nicht so leicht auf andere Etagen überträgt. Auch wird bei der Säuberung besonderes Augenmerk auf Fernbedienungen, Griffe, Touchscreens und Lichtschalter gelegt. Die früher obligatorische Infomappe auf dem Zimmer wurde durch die App ersetzt. Ansonsten erscheinen die Räumlichkeiten genauso gemütlich und komfortabel wie vor der Krise. Die Minibar ist auch weiterhin mit verschiedensten Getränken befüllt.

Spa-Bereich fast ohne Einschränkung

Pool mit Mindestabstand nach Corona
Im gechlorten Hotelpool gilt ein Meter Mindestabstand zu anderen.
Nachdem unsere Koffer ausgepackt sind, freue ich mich auf den Besuch des Spa-Bereichs, der aufgrund seiner Weitläufigkeit und der Vielzahl an Bademöglichkeiten tatsächlich keinen nennenswerten corona-bedingten Einschränkungen unterliegt. Dabei orientiert sich das Alpenresort Schwarz grundsätzlich an den Vorschriften und Empfehlungen des österreichischen Gesundheitsministeriums. So achte ich im gesamten Spa stets darauf, die Distanz von einem Meter zu anderen Wellness-Besuchern einzuhalten. Zum Glück bieten die große Gartenanlage und die verschiedenen Indoor-Ruhe-Räume des Hauses zahlreiche intime Rückzugsorte.

Mit Abstand rein ins frische Nass

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass in gechlorten Schwimmbädern mit Filteranlagen die meisten Krankheitserreger unschädlich gemacht werden. Auch speziell für den Coronavirus wurde dieser Nachweis erbracht. Jedoch achte ich auch in den Pools auf einen Mindestabstand von einem Meter zu anderen Schwimmern. So heißt das Gebot der Stunde, auch am Beckenrand oder beim Schwätzchen mit anderen Eltern im Kinderbecken: den Mitbadenden bloß nicht zu dicht auf die Pelle rücken. In den Whirlpools des Hotels sollte höchstens jeder zweite Platz besetzt werden. Doch nicht nur die Pools locken zur Erfrischung, auch die beiden Badeseen des Hauses funkeln mich mit ihrem türkisenen Wasser an. Allerdings sind diese beiden Naturbadeseen nicht gechlort, sodass hier eine Abstandsregel von drei bis vier Metern gilt.

Einsames Schwitzen

Ich gebe es zu, vor dem Sauna-Besuch habe ich in Corona-Zeiten Respekt. Doch der Gastgeberfamilie Pirktl ist es gelungen, dass ich trotz meiner anfänglichen Bedenken das Saunadorf besuche und einen Saunagang in der 90°C heißen Panorama-Sauna einlege. Bei dieser Temperatur hat selbst das Coronavirus keine Chance. Zusätzlich achte ich darauf, dass ich in der Sauna fast alleine schwitze und vertraue auf die Reinigungs- und Desinfektionsstandards des Hotels. Grundsätzlich sollte auch in den Saunen der Mindestabstand von einem Meter in alle Richtungen gewahrt werden. Um die Ausbreitung von Atemaerosolen zu vermeiden, sind Aufgüsse und Wedel-Einlagen im Sauna-Repertoire des Hotels momentan nicht enthalten. Das kommt meiner Vorliebe, alleine zu saunieren, sehr entgegen. Auch die beiden Dampfbäder des Hotels sind aus Hygienegründen noch geschlossen.

Sport unter freiem Himmel

Freudensprünge: Reisefreiheit
Freudensprünge aufgrund der wiedergewonnenen Reisefreiheit.
Aufgrund der Rundum-Verpflegung im Hotel scheint Sport für mich dieser Tage unausweichlich. Dabei halte ich mich in Corona-Zeiten vor allem an Outdoor-Sportarten wie Bergsteigen, Jogging oder Tennis. Auch Golfer, Reiter und Mountainbiker können in Tirol unter freiem Himmel unbeschwert ihrer Passion nachkommen. Das Fitness-Studio kann aufgrund seiner Größe uneingeschränkt genutzt werden. Indoor Aktivitäten wie Yoga finden in Kleingruppen statt.

Spa Treatments mit Hygieneschutz

Nach wochenlangem Homeschooling, Homeoffice und Haushalt kann ich es kaum erwarten, ganze 50 Minuten alleine verwöhnt zu werden und den Alltagstress der letzten Wochen hinter mir zu lassen. Schon bei der Buchung zu Hause steigt meine Vorfreude auf die Massage ins Unermessliche. Denn „Me Time“ wurde in den letzten Monaten leider zum Fremdwort. Dank der Online-Terminvereinbarung treffe ich an der Spa Rezeption kaum auf andere Gäste. Zwar verzichten meine Therapeutin Maria und ich bei der Begrüßung auf einen Händedruck, dieser wird allerdings durch ein freundliches Lächeln von uns beiden ersetzt. Zu Beginn der Anwendung wäscht meine Therapeutin ihre Hände gründlich, auch die Massageliege und insbesondere das Kopfteil wurden akribisch desinfiziert. Dass sie während der Massage ein Gesichtsvisier trägt, gibt mir ein sicheres Gefühl. In Bauchlage trage ich zunächst keine Maske, nach dem Umdrehen reicht mir Maria einen Mundschutz – für mich eine ganz neue Spa-Erfahrung.

Hotel-Kulinarik nach dem Lockdown

Frühstück à-la-carte und mit Maske nach Corona
In Corona Zeiten wird das Frühstück à-la-carte serviert.
Was so eine Zeit des Reise- und Kontaktentzugs alles bewirken kann. Dinge, die wir früher für selbstverständlich hielten, wie in einem Hotelrestaurant zu speisen, sind für mich heute an unserem ersten Abend im Hotel eine kleine Sensation. Einmal nicht selbst kochen müssen. Romantische Atmosphäre bei Kerzenschein. Das alles erfüllt mich mit einer Dankbarkeit, wie ich sie schon eine Weile nicht mehr empfand. Da macht es mir auch nichts aus, dass ich beim Betreten des Restaurants einen Mundschutz trage, das Essen direkt am Tisch serviert und das Buffet in etwas reduzierter Form angeboten wird. Who cares? Es schmeckt genauso gut wie früher – und die kulinarischen Optionen sind durch die Kombination von Buffet und à-la-carte sogar noch vielfältiger.

Wenn Kinder wieder Freiheit spüren

Dankbar und ausgelassen sind auch unsere Kinder. Sie reiten im hoteleigenen Streichelzoo auf Ponys, beobachten Ziegen und Hängebauchschweine, und streicheln Kaninchen. Kopfüber vom Klettergerüst zu baumeln ist viel lustiger als die schlechte Laune von Mama beim Homeschooling zu ertragen. Und schlecht gelaunt bin ich heute nicht. Zwar kann ich mit den Saltos meines Sohnes auf dem Trampolin nicht mithalten, aber ein großer Freudensprung ist auf jeden Fall drin! Und auch der Kinderclub ist geöffnet und punktet mit Naturerlebnissen im Freien. Bei schlechtem Wetter werden Kleingruppen in vier unterschiedlichen Räumen sicher umsorgt, sodass Eltern nach der langen Zeit der Rundum-Betreuung endlich wieder zur ersehnten „Ich-Zeit“ kommen.

Alpenresort Schwarz


Kolumnen: "Aus dem Leben einer Hoteltesterin" Interview in der Frankfurter Rundschau FOCUS Kolumnen

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