Wellnesshotels

Wellness Knigge: Go's und No-Go's im Wellnesshotel

Spa-Etikette

Andrea Labonte Hoteltesterin Kolumne von Andrea Labonte
Fettnäpfchen sind immer unschön und pflastern in einem Wellnesshotel mitunter die warm-dampfenden Wege. Damit Sie sich während Ihrer Spa-Auszeit nicht blamieren und laut platschend in einem der vielen Fettnäpfe landen, gibt Ihnen die Wellnesshotel-Expertin Andrea Labonte die folgenden sechs Tipps mit auf den Weg.
Wellnesshotel Knigge
Ohne Knigge keine Entspannung im Wellnesshotel

1. Der frühe Vogel wird massiert

Freuen Sie sich schon vor Ihrem Wellnessurlaub auf entspannende Massagen und Gesichtsanwendungen? Dann sei Ihnen ans Herz gelegt, bereits vor Urlaubsantritt einen Blick in das Spa-Menü Ihres Hotels zu werfen. Am besten, Sie buchen die gewünschten Anwendungen noch bequem von zu Hause. Wer nämlich erst im Hotel seine Wunschtermine äußert, riskiert leer auszugehen. Denn gerade in den Ferienzeiten sind die beliebtesten Spa-Termine am Nachmittag und frühen Abend schnell ausgebucht. Sollten Sie bei Ihrer Anwendung Wert darauflegen, von einem Therapeuten gleichen Geschlechts massiert zu werden, äußern Sie diesen Wunsch im Vorfeld. Meist sind die Spa-Mitarbeiter bemüht, auf Ihre Präferenzen einzugehen. Und falls nicht, keine Sorge, ein geschulter Therapeut wird Ihre Intimsphäre jederzeit wahren. Während Sie sich umziehen, sollte er den Massageraum verlassen und erst wieder eintreten, wenn Sie zugedeckt auf der Massageliege Platz genommen haben. Außerdem werden die nicht behandelten Körperteile mit Handtüchern bedeckt.

2. Pünktlichkeit ist eine Tugend

Angekommen im Wellnesshotel empfiehlt es sich, pünktlich zu Ihrer Anwendung zu erscheinen. Dies möchten wir Ihnen in diesem Wellness-Knigge ans Herz legen. Wer sich verspätet, läuft Gefahr, kürzer als gebucht behandelt zu werden. Denn auf Rücksicht auf die Folgetermine kann sich Ihre Behandlungszeit entsprechend Ihrer Verspätung verkürzen. Auch eine rechtzeitige Absage lohnt sich. Bei einer zu kurzfristigen Stornierung wird Ihre Anwendung oft trotzdem in Rechnung gestellt, da der Anwendungstermin meist so kurzzeitig nicht anderweitig vergeben werden kann.

3. High Heels statt Badelatschen

So ein Wellness-Tag macht bekanntlich hungrig. Damit der Gang ins Restaurant nicht in einer Blamage endet, ist es ratsam, sich direkt beim Check-In nach den Restaurants und den dort herrschenden Dress-Codes zu erkundigen. Gibt es ein Spa-Restaurant, das Sie auch in Wellness-Kluft besuchen dürfen oder sollten Sie sich zwischen Saunagang und Dampfbad doch lieber in Schale werfen? Wissen Sie in Sachen Kleiderordnung Bescheid, vermeiden Sie im Restaurant im Bademantel als „underdressed“ des Platzes verwiesen zu werden. Ansonsten ist im Wellnessbereich alles erlaubt, was bequem ist. Einen Bademantel, Hausschuhe und Saunatücher finden Sie in der Regel auf Ihrem Zimmer. Trotz der oft angebotenen Badelatschen ist es empfehlenswert, eigene Flipflops im Gepäck zu haben. Denn die Hotel-Slipper sind meist aus Stoff und segnen nach dem Schwimmen und Saunieren sehr schnell das Zeitliche. Der Saunabereich ist in den meisten deutschen Spa-Hotels textilfreie Zone. Lediglich in Familien-Saunen oder Textilsaunen trägt man Badebekleidung. Genießen Sie im Ausland Ihren Wellnessurlaub, sollten Sie sich unbedingt nach den dort herrschenden Gepflogenheiten erkundigen. Denn in vielen Ländern, wie z.B. in Nordamerika, Italien, Frankreich und mitunter auch in England, gilt das Adamskostüm in der Sauna als verpönt. Zur gebuchten Massage erscheinen Sie am besten im Bademantel. Der Therapeut reicht Ihnen in der Regel einen Einweg-Slip, den Sie während der Anwendung tragen können. Im Schwimmbad und Whirlpool ist Badekleidung angesagt, während zu den angebotenen Fitness-Kursen ein Sport-Outfit passend ist.

4. Sauna-Knigge: Darauf sollten Sie achten

Aus Hygienegründen sollten Sie sich schon vor dem Saunagang gründlich abduschen, die Sauna aber anschließend trocken betreten. Um die anderen Gäste nicht zu stören gilt es, die Saunatüre zügig wieder zu schließen und sich in der Sauna ruhig zu verhalten – wenn Unterhaltung, dann nur im Flüsterton. Beim Platznehmen achten Sie darauf, dass zwischen Ihrem Körper und der Holzbank unbedingt ein Handtuch liegt. Außerdem sollten Sie Ihrem Sauna-Nachbarn nicht zu nahe auf die Pelle rücken. Widerstehen Sie auch dem Drang, Ihren Gegenüber unverhohlen anzustarren, auch wenn dieser einen überdimensionalen Paradiesvogel als Tätowierung auf der Brust trägt, der an Scheußlichkeit kaum zu überbieten ist. Denn unangebrachtes Glotzen ist in der Sauna fehl am Platz. Im Gegensatz zur Sauna, reinigen Sie im Dampfbad Ihren Platz gründlich mit dem Wasserschlauch bevor Sie sich hinsetzen und das Dampfbad wieder verlassen. Auch hier liegen in der Regel Tücher zum Unterlegen für den Dampfbadbesuch bereit. Nach der Sauna und dem Dampfbad empfiehlt sich eine Dusche. Zur besseren Durchblutung und zur Stärkung des Immunsystems ist auch das Abkühlen im Tauchbecken geeignet. Allerdings nur, wenn Sie sich vorher gründlich geduscht haben. Sonst riskieren Sie zu Recht, akuten Ekel-Alarm bei den anderen Wellness-Gästen.

5. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Denken Sie immer daran, dass andere Gäste im Wellnesshotel vor allem entspannen und zur Ruhe kommen möchten. Deshalb sind tönende Smartphones und laute Telefonate im Hotel-Spa fehl am Platz. Auch schallendes Gelächter mit der besten Freundin oder lautstarke Diskussionen mit dem Partner, der gerade nicht Ihrer Meinung ist, haben im Wellnessbereich nichts zu suchen. Wenn Sie wissen, dass Sie ein kettensägender Schnarcher sind, sollten Sie sich aus Rücksicht den anderen Gästen gegenüber, für ein ausgedehntes Nickerchen auf Ihr Hotelzimmer zurückziehen und nicht im Ruhebereich schlummern. Und obwohl das Trockenobst und die Tees im Spa zum Niederknien schmecken, sind laute Schmatz- und Schlürf-Geräusche im Wellnessbereich tabu.

6. Ein "Dankeschön" gehört zum guten Ton

Oft geben die Mitarbeiter in einem Wellnesshotel ihr Bestes. Daher freut sich nicht nur der Ober im Restaurant oder das Reinigungspersonal auf dem Zimmer, sondern auch die Kosmetikerin im Spa über ein freundliches „Dankeschön“ und ein Trinkgeld. Bei einer Spa-Anwendung gelten zehn Prozent des Behandlungspreises als gute Orientierung und als Zeichen ihrer Wertschätzung.


Kolumnen: "Aus dem Leben einer Hoteltesterin" Interview in der Frankfurter Rundschau FOCUS Kolumnen

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